Familien- und Erziehungsberatung

Hauptstelle Wilhelmstraße 88, 44649 Herne-Wanne

Kinder zu erziehen und mit ihnen die Aufgaben und Konflikte des Alltags zu meistern, ist eine echte Herausforderung. Es gibt wohl kaum eine Familie, in der es dabei nicht auch Phasen mit Gefühlen von Ratlosigkeit oder Überforderung gibt.

Wenn einmal die Unterstützung durch Verwandte/Bekannte beziehungsweise durch die alltäglichen Bezugspersonen des Kindes (in Tageseinrichtung oder Schule) nicht ausreicht, kann eine Kontaktaufnahme zur Familien- und Erziehungsberatungsstelle weiterhelfen.

Für die wichtigsten Fragen rund um das Beratungsangebot gibt es hier erste Antworten.

  • alle Herner Bürger, die das Sorgerecht bzw. erzieherische Verantwortung für Minderjährige haben
  • Kinder und Jugendliche selbst (auch ohne Einverständnis der Eltern)
  • Bezugspersonen, die wegen einer Problemlage Beratung/Unterstützung wünschen
(Alle kindbezogene Maßnahmen setzen natürlich die Zustimmung der Sorgeberechtigten voraus.)

  • erzieherische Fragen und Probleme
  • familiäre Konflikte (zum Beispiel: Machtkämpfe, Geschwisterstreit, …)
  • kindliche Verhaltensauffälligkeiten (zum Beispiel: Kontaktschwierigkeiten, aggressives Verhalten, …)
  • Familienkrisen und ihre Folgen (zum Beispiel: bei Trennung und Scheidung)
  • die Klärung der Folgen von belastenden Ereignissen (zum Beispiel: gewalttätige oder sexuelle Übergriffe)

Sie ist nicht zuständig für:

  • gesundheitliche/medizinische Fragestellungen
  • finanzielle oder rechtliche Beratung/Unterstützung
  • die Diagnostik und Förderung von Entwicklungsrückständen
  • Psychotherapie bei Kindern/Jugendlichen
  • Beratung oder Therapie von Erwachsenen (bezüglich ihrer eigenen Probleme)
  • die Einleitung weitergehender erzieherischer Hilfen
  • die Klärung von akuten Gefährdungslagen von Kindern/Jugendlichen

(Da die Abgrenzung von Zuständigkeiten nicht einfach ist, ist oft eine Klärung im Einzelfall sinnvoll.)

  • In einem persönlichen Anmeldegespräch werden zunächst Ziele und Wünsche für eine Beratung herausgearbeitet.
  • Die Ursachen und Hintergründe der entstandenen Probleme werden - soweit wie notwendig - geklärt (dabei werden bei Bedarf auch diagnostische Verfahren eingesetzt - zum Beispiel psychologische Tests)
  • Je nach Notwendigkeit und Wunsch werden Beratungsgespräche mit Eltern, Kindern/Jugendlichen oder der ganzen Familie geführt.
  • Nach Bedarf und Absprache können wichtige Bezugspersonen in die Beratung einbezogen werden.
  • Falls erforderlich finden für Kinder/Jugendliche auch pädagogisch-therapeutische Maßnahmen statt (einzeln oder in einer Kleingruppe).
  • Die Dauer einer Beratung kann sehr unterschiedlich sein und richtet sich nach den Besonderheiten des Einzelfalls.

Ein Team von Fachkräften aus den Bereichen Psychologie, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Heilpädagogik (mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Spezialisierungen).

  • In der Regel erfolgt zunächst eine telefonische Voranmeldung (0 23 23 / 16 - 36 40).
  • Eine erster Kontaktaufnahme ist auch per E-Mail ( Familien-Schulberatung@herne.de ) oder persönlich (Wilhelmstraße 88, 44649 Herne) möglich.
  • In einem kurzfristig vereinbarten persönlichen Anmeldegespräch werden dann Ziele und Wünsche für eine Beratung herausgearbeitet.
  • In der Zweigstelle „Oskarstraße 28“ in Herne-Mitte gibt es zwei mal wöchentlich die Gelegenheit, ohne Voranmeldung im Rahmen einer offenen Sprechstunde ins Gespräch zu kommen; für Eltern montags in der Zeit von 10 bis 11:30 Uhr; für Jugendliche dienstags von 16:30 bis 18 Uhr.
  • Eine Überweisung oder Versicherungskarte ist nicht erforderlich; es ist aber sinnvoll, wenn bereits vorhandene Unterlagen (zum Beispiel ärztliche beziehungsweise therapeutische Berichte) mitgebracht werden.
  • Je nach Problemlage, gewünschtem Angebot beziehungsweise Dringlichkeit können unterschiedlich lange Wartezeiten bis zum Beginn einer kontinuierlichen Beratung entstehen.

Nein; alle Leistungen der Beratungsstelle sind kostenfrei. Es handelt sich um eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Jugendhilfe.

  • Die Berater / innen unterliegen einer besonders strengen gesetzlichen Schweigepflicht.
  • Ein Informationsaustausch oder eine Zusammenarbeit mit anderen Stellen findet nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Sorgeberechtigten statt.
  • Die in der Beratungsstelle gespeicherten Informationen sind gegen Diebstahl und Missbrauch geschützt; die Löschung / Vernichtung der Unterlagen ist gesichert.
  • Im Falle einer akuten Gefährdung des Kindeswohls sind auch die Fachkräfte der Beratungsstelle gesetzlich verpflichtet, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

  • Standort Oskarstraße
    Zweigstelle Oskarstraße 28, 44623 Herne