Meldung vom 14. Februar 2018

Alte Leitungen von früherem Pumpwerk werden zurückgebaut

Im Zuge des Emscher-Umbaus und des Baus des Hauptkanals Wanne wird das Pumpwerk Herne-Cranger-Heide nicht mehr benötigt, es wurde von der Emschergenossenschaft bereits zu einem Regenrückhaltebecken umgebaut. In einem zweiten Schritt müssen nun die Ablaufleitungen des Pumpwerkes zurückgebaut werden.

Die Leitungen verlaufen zwischen Pumpwerk und Heerstraße in der Dorstener Straße, dann weiter über den Cranger Kirmesplatz, entlang des Friedhofs und durch Privatgärten bis zur Recklinghauser Straße. Es handelt sich um zwei 865 Meter lange Druckrohrleitungen aus Stahl mit einem Innendurchmesser von 1,10 Meter bzw. 1,40 Meter sowie zwei 685 Meter lange Leitungen mit einem Innendurchmesser von 1,40 Meter bzw. 1,50 Meter.

Im Bereich der Dorstener Straße müssen die Leitungen auf rund 400 Meter komplett entfernt werden. Im übrigen Verlauf werden die Leitungen verfüllt und nur die Schachtoberteile sowie ein sogenanntes Übergabebauwerk auf dem Cranger Kirmesplatz zurückgebaut, was nur kleinere Baugruben im Bereich der vorhandenen Schachtbauwerke erforderlich macht.

Der Ausbau der Leitungen im Bereich der Dorstener Straße macht jedoch eine größere Baugrube erforderlich, weswegen es hier zu Verkehrsbehinderungen durch die zeitweise Sperrung von Fahrspuren kommen wird. Um den ständigen Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten, wird in mehreren Abschnitten gearbeitet.

Abschließend wird die Fahrbahndecke wiederhergestellt, wobei im Auftrag der Stadt Herne auch der sich anschließende Kreuzungsbereich Dorstener Straße /Heerstraße erneuert wird. Zeitgleich mit der Maßnahme der Emschergenossenschaft steht außerdem eine Kanalbaumaßnahme der Stadtentwässerung Herne GmbH (SEH) an, die aus logistischen Gründen ebenfalls durch die gleiche Baufirma im Zuge unserer Baumaßnahme durchgeführt wird.

Mit den vorbereitenden Arbeiten wird die Baufirma am 1. Februar beginnen. Die Bauzeit beträgt zirka elf Monate. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten.

Die Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.
Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, dass heißt von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.