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Gender Mainstreaming

Geschlechtergerechtes Handeln (in) der öffentlichen Verwaltung.

Frauen und Männer sind rechtlich gleichgestellt. Sie leben jedoch - nicht nur aufgrund biologischer Tatsachen - in verschiedenen Welten. Auch im gesellschaftlichen Leben erfüllen Frauen und Männer unterschiedliche Rollen und Aufgaben.

Gender Mainstreaming ist ein Konzept, das davon ausgeht, dass sich die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern in vielen Bereichen unterscheidet. Demzufolge wirken sich auch alle Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung - ob nach innen, hinsichtlich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder nach außen, als Verwaltungshandeln für Bürgerinnen und Bürger - auf beide Geschlechter unterschiedlich aus.

Ziel des Gender Mainstreaming ist es, den Aspekt der Chancengleichheit von Frauen und Männern in alle Politikbereiche, in alle Maßnahmen und auf allen Ebenen einzubinden.

Im Vorfeld durchzuführender Entscheidungen und Maßnahmen fragt Gender Mainsteraming danach, wie sich das jeweilige Vorhaben sowohl auf die Lebenssituation von Männern als auch auf die Lebenslagen von Frauen auswirken würde. Durch diese "Wirkungsprüfung" kann frühzeitig ermittelt werden, ob Frauen und Männer von einer Maßnahme in gleicher Weise berührt oder bestehende Unterschiede zu Lasten eines Geschlechtes noch verstärkt werden.

1996 hat sich die Europäische Union erstmals dem Gender Mainsteraming verpflichtet. 1997 folgte eine Entschließung des Europäischen Parlament, mit der die Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, die Politik des Gender Mainsteraming in ihre lokale, regionale und nationale Politik zu implementieren. Mit der Ratifizierung des Amsterdamer Vertrages besteht für die Mitgliedsstaaten nunmehr eine gesetzliche Verpflichtung zur Umsetzung des Konzeptes.

Begriffsklärung:

  • Mit dem Begriff "gender" werden gesellschaftliche und kulturell geprägte Rollen, Rechte, Pflichten, Ressourcen und Interessen von Frauen und Männern bezeichnet.
  • "Mainsteraming" besagt, dass ein bestimmtes Handeln - hier ein geschlechterbewusstes und -gerechtes - zum normalen und selbstverständlichen Handlungsmuster einer Organisation gehört.
  • Gender Mainsteraming meint demnach eine Strategie, die die Anliegen und Erfahrungen von Frauen und von Männern in der Planung, Durchführung, Überwachung und Auswertung politischer Maßnahmen selbstverständlich einbezieht.


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