Arbeit und Beruf: Wege in den Job

Durchgeblickt: Berufseinstieg oder -umstieg

Mehrere hundert Bewerbungen flattern Personalverantwortlichen nach einer Stellenausschreibung auf den Tisch. In weniger als einer Minute wandern "die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen". Wenig märchenhafte Aussichten ... Die Anforderungen, die an berufstätige Frauen gestellt werden, steigen immer mehr: Neben fachlichem Know-How fordern Betriebe und Organisationen verstärkt auch soziale Kompetenzen wie Kommunikations- oder Teamfähigkeit.

Grund genug, den Berufseinstieg- oder - umstieg gut zu planen. Und das von Anfang an:
  • Welche Position passt zu mir?
  • Was will ich überhaupt?
  • Wo finde ich entsprechende Angebote?
  • Wie gelingt mir der Wiedereinstieg nach einer Familienphase?
  • Wie kämpfe ich mich durch den Behördendschungel?

Wer wieder berufstätig werden möchte, sollte frühzeitig planen und sich realistische Ziele setzen. Denn: Meist gelingt es Wiedereinsteigerinnen nicht, an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Oder Sie müssen Fristen beachten, wenn Sie Ihren Wunsch nach einer Teilzeittätigkeit in Ihrem Unternehmen erfolgreich durchsetzen wollen.

Oftmals nutzen Frauen den neuen Beginn tatsächlich als "Neu-Start": Sie orientieren sich beruflich um, da sie endlich in ihrem ganz persönlichen "Traumjob" arbeiten möchten. Sollte das der Fall sein, so müssen Sie eine Phase der beruflichen Orientierung und Qualifizierung einschieben - und damit können Sie nicht früh genug anfangen ...

Also los: Steigen Sie wieder ein. Machen Sie den ersten Schritt und nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Ihre Bewerbung ist die erste Arbeitsprobe

Bewerbung - das heißt Werbung in eigener Sache. Und das will gelernt sein. Wir geben Tipps für einen erfolgreichen ersten Schritt in Richtung Job(wechsel)

Was kann ich? Wie bin ich? Bevor Sie eine erfolgreiche Bewerbung erstellen können, müssen Sie sich diese Fragen beantworten und ein klares Ziel vor Augen haben. Wenn Sie noch unsicher sind, wie Ihre neue berufliche Tätigkeit aussehen soll, steht zunächst ein berufliche Orientierung an.

Gerne beraten wir Sie und geben Ihnen Tipps Rund um ihre Bewerbung.

Der Weg zu einer erfolgreichen Personalpolitik - Ein Leitfaden für Unternehmen

"Die Zahl der herausragend qualifizierten Frauen wächst, die der Männer schwindet." So bringt es der Trendforscher Matthias Horx auf einen kurzen Nenner. Nach seiner Einschätzung werden Frauen zukünftig die Know-how-Trägerinnen der Unternehmen sein.

Noch ist dieses Szenario eine reine Vision: Auch im 21. Jahrhundert sind noch immer weitaus weniger Frauen als Männer in Führungspositionen, in technischen Berufen, in der Wissenschaft... Und das, obwohl die jetzige Frauengeneration so qualifiziert ist wie nie zuvor. Dieses große Reservoir gut ausgebildeter Frauen spiegelt sich nicht in den Unternehmen wider - im Ruhrgebiet noch weniger als im Rest der Republik. Darüber, dass sich unser Land eine solche Schieflage gesellschaftlich und ökonomisch nicht leisten kann, sind sich alle Beteiligten einig. Trotzdem ist die Zahl der Betriebe, die eine aktive Gleichstellungspolitik betreiben und sie als innovatives Element der Personalpolitik verstehen, gering.

  • Was kann betriebliche Chancengleichheit erreichen?
  • Welche Instrumente haben sich bewährt?
  • Wie kann das Thema Chancengleichheit in der Personalpolitik verankert werden?

Antworten darauf gibt die vorliegende Broschüre. Sie möchte Personalverantwortlichen aus Unternehmen Hintergrundwissen vermitteln und ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellen - als Leitfaden auf dem Weg zu einem zukunftsorientierten Personalmanagement und zur betrieblichen Chancengleichheit.

Zielsetzung:
Die Beauftragte der Arbeitsagentur ist Ansprechpartnerin für alle Fragen, die das Thema „Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt“ betreffen. Vor allem geht es um übergeordnete Fragen der Frauenförderung und der Frauenerwerbstätigkeit nach dem Sozialgesetzbuch III. Die Angebote der Beauftragten für Chancengleichheit richten sich an Arbeitnehmer/innen, Arbeitgeber/innen und deren Organisationen.


Angebote z. B.:

  • Informationsveranstaltungen für Existenzgründerinnen
  • Informationsveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen


Termine 2017

  • 12. Juni 2017, Raum 0.001
  • 24. Juli 2017, Raum 0.001
  • 4. September 2017, Raum 0.001
  • 25. September 2017, Raum 0.001
  • 16. Oktober 2017, Raum 0.001
  • 13. November 2017, Raum 0.001
  • 11. Dezember 2017, Raum 0.001

Die Veranstaltungen finden in der Zeit von 8:30 bis 12 Uhr in der Agentur für Arbeit Bochum, Universitätsstraße 66, 1. Etage, 44771 Bochum, statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!


Ansprechpartnerinnen für dieses Thema:
Agentur für Arbeit Bochum
Universitätsstraße 66
44789 Bochum

Ursel Weber
Telefon: 02 34 / 3 05 12 59
E-Mail: Ursel.Weber@arbeitsagentur.de

Andrea Kleinhaus
Telefon: 02 34 / 3 05 25 86
E-Mail: andrea.kleinhaus@arbeitsagentur.de

Orientierungsberatung für Existenzgründerinnen

Selbstständigkeit wird für immer mehr Frauen eine Alternative. Doch ob Werbeagentur oder Nachhilfeschule, Pflegedienst oder Steuerkanzlei – jede Existenzgründung steht und fällt mit der Planung. Die Entscheidung, einen „eigenen Laden“ schmeißen zu wollen, muss gut überlegt sein. Sie aus dem „hohlen Bauch“ heraus zu fällen, ist selten erfolgversprechend.

Die Fachstelle FRAU UND BERUF bietet eine kostenlose Orientierungsberatung für interessierte Frauen an – als erste Anlaufstelle für alle „Unternehmenslustigen“. Lohnt es sich, den Beruf für die Vision der Selbstständigkeit aufzugeben? Hält die Idee, was sie verspricht? Ist die Gründung wirklich ein Weg aus der Arbeitslosigkeit? All diese Fragen werden im persönlichen Beratungsgespräch gemeinsam mit der Interessentin ausgelotet. So kann ein bisweilen unrealistisches Bild klaren Vorstellungen weichen.

Oftmals ist es schwierig, die eigenen Gedanken in ein tragfähiges Unternehmenskonzept fließen zu lassen. Eine schriftliche Ausarbeitung sollte jedoch die Grundlage einer jeden Gründung sein. Auch hier hilft die Fachstelle FRAU UND BERUF mit Tipps weiter. So gerüstet können Sie Ihren weiteren Weg gehen. In Herne finden Sie kompetente ExpertInnen aus der Wirtschaftsförderung, die Sie dann auf Basis des „Business Plans“ in allen Detailfragen unterstützen.

Machen Sie einen Termin - wir beraten Sie gerne!

Neue Pfade beschreiten

Der Beruf ist Teil des Lebens - und sollte dementsprechend auch ins "eigene Drehbuch" passen. Welche Rolle, welcher Lebensentwurf passt zu mir? Das ist die Frage. Die beruflichen Biographien von Frauen sind sehr unterschiedlich: Minijobberin, "Nine-to-Five"- oder "Eight-to-Four"-Jobberin, Berufstätige in Teilzeit oder Karrierefrau mit der viel zitierten 60-Stunden-Woche - all das ist möglich.

Zufriedenheit im Arbeitsalltag ist wichtig, auch in wirtschaftsschwachen Zeiten. Um den eigenen Wünschen und Zielen auf die Spur zu kommen, sollten Sie sich Zeit nehmen. Blinder Aktionismus ist fehl am Platz. Neue Felder müssen bekanntlich erst beackert werden. Berufliche Orientierung ist ein längerer Weg. In diesem Prozess steht zunächst eine Standortanalyse, der "Ist-Zustand", im Mittelpunkt. Anschließend geht es dann darum, neue berufliche Ziele und Perspektiven zu entdecken. Das klappt nicht von heute auf morgen. Denken Sie daran, wie lange Sie mit dem letzten Möbel-, Auto- oder Kleidungskauf zugange waren, wie Sie Preise und Modelle recherchiert, verglichen, um Rat gefragt, ausprobiert und Vor- und Nachteile abgewogen haben ... Und jetzt geht es um mehr, um die berufliche Zukunft nämlich.

Bei der beruflichen Orientierung werden viele Fragen geklärt:

  • Welche beruflichen Ausbildung(en) und Erfahrungen bringe ich mit?
  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?
  • Welchen Stellenwert hat die Berufstätigkeit in meinem Leben? Bin ich vorrangig berufstätige Frau oder Mutter?
  • Wie viel (Lebens-) Zeit will ich für meine Berufstätigkeit einsetzen?
  • Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Wer kann mich dabei unterstützen?
  • Kann ich mir vorstellen, Zeit und vielleicht auch Geld zu investieren, um durch Qualifizierung meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?

Tipps für die ersten Schritte:

  • Wenn Sie schon ein Berufsfeld ins Visier genommen haben, finden Sie auf der Homepage www.berufenet.de detaillierte Informationen über 5.800 Berufe, deren Aufgaben und Tätigkeiten, erforderliche Kompetenzen und Weiterbildungs- sowie Verdienstmöglichkeiten.
  • Machen Sie im gewählten Beruf ein Praktikum, um Ihre Entscheidung auf „Praxistauglichkeit“ abzuklopfen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Ihnen die Fahrtkosten von der Arbeitsagentur erstattet.
  • Nutzen Sie das Angebot von Weiterbildungsmärkten in der Region, um das Angebot an beruflicher Qualifizierung kennen zu lernen.
  • Teilen Sie das „Großprojekt Neuer Berufsstart” in kleine und überschaubare Einzelschritte auf. Erarbeiten Sie einen Zeitplan. So behalten Sie den Überblick, sehen jederzeit, welche Etappen Sie schon bewältigt haben. Und: Sie verlieren nicht gleich den Mut, wenn Sie an ein Hindernis stoßen.
  • Nutzen Sie Ihre persönlichen Netzwerke! Erzählen Sie Menschen in Ihrem Bekanntenkreis von Ihren beruflichen Plänen. Manchmal öffnen sich ungeahnte Türen...
  • Suchen Sie sich Verbündete, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Andere Frauen, die sich auch auf neuen beruflichen Pfaden bewegen, sorgen für das „Du-bist-nicht-allein-Gefühl“. Gleichgesinnte finden Sie zum Beispiel bei Bewerbungstrainings, Orientierungs- beziehungsweise Trainingsmaßnahmen, Seminaren zur Stärkung der Schlüsselqualifikationen und manchmal auch in Gesprächskreisen für Frauen.

Weiterbildung schafft Perspektiven

Wer beruflich aufsteigen oder wieder in den Beruf einsteigen möchte, muss fachlich auf dem aktuellen Stand sein. Daher ist Weiterbildung oder Qualifizierung ein erfolgversprechender Weg, besonders nach einer familienbedingten beruflichen Pause oder Zeiten längerer Arbeitslosigkeit wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Die Palette allgemeiner beruflicher Fortbildung ist breit gefächert und reicht von persönlichkeitsbildenden bis zu speziellen fachspezifischen Angeboten von Sprachschulen, Familienbildungsstätten, Volkshochschulen und vielen anderen Bildungseinrichtungen.

Geförderte Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen findet man bei regionalen Weiterbildungsträgern. Finanziert werden sie in der Regel von der Agentur für Arbeit oder aus Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union.

Ulrike Hammerich
Telefon: 0 23 23 / 16 - 35 82
Telefax: 0 23 23 / 16 - 25 41
E-Mail: ulrike.hammerich@herne.de

Gleichstellungsstelle
Berliner Platz 5
44623 Herne
E-Mail: gleichstellungsstelle@herne.de