Fragen und Antworten

Ein farbiger Mann lächelt

Die Stadt Herne hat unter Nummer 0 23 23 / 16 15 16 ein Infotelefon geschaltet, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand in Sachen Flüchtlinge in Herne informieren können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Koordinierungsgruppe Flüchtlinge informieren dort über die gegenwärtige Unterbringungssituation oder nehmen Angebote auf, sich ehrenamtlich zu engagieren. Von Montag bis Freitag ist das Infotelefon zwischen 9 und 12 Uhr direkt erreichbar. Wer außerhalb dieser Zeiten anruft, kann sein Anliegen auf einem Anrufbeantworter hinterlassen. Das Team des Infotelefons meldet sich dann zurück.

Kontaktdaten, ein entsprechendes Formular und ein Merkblatt in Sachen Versicherungsschutz finden Sie auf unserer Extraseite Sie möchten helfen ?

Die Verteilung aller Flüchtlinge, die ins Bundesgebiet einreisen, erfolgt nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel anteilig auf die Länder. Von dort werden sie nach einem weiteren festgelegten Zuweisungsschlüssel auf die Städte und Gemeinden verteilt. Die Städte sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen. Die entsprechende Zuweisung erfolgt dann über die Bezirksregierung Arnsberg. Angekommen in Herne, werden die Hilfesuchenden dann in den Gemeinschaftsunterkünften aufgenommen. Diese zugewiesenen Menschen bleiben mindestens für die Dauer ihres Asylverfahrens in Herne.

Neben den zugewiesenen Flüchtlingen muss die Stadt Herne im Rahmen der Amtshilfe Menschen aufnehmen, die dem Land NRW zugewiesen sind, in den Landesaufnahmeeinrichtungen jedoch nicht untergebracht werden können, weil diese überfüllt sind. So bald wie möglich werden diese Flüchtlinge vom Land auf die Städte und Gemeinden verteilt.

Für die einzelnen Bundesländer bestehen Aufnahmequoten. Diese legen fest, welchen Anteil an Asylbewerbern jedes Bundesland aufnehmen muss und werden nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel" festgesetzt. Er wird für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet. Die Verteilungsquoten fallen für 2015 wie folgt aus: In Nordrhein-Westfalen müssen 21,24 Prozent aller Asylsuchenden aufgenommen werden. Nach Herne wiederum kommen 0,80 Prozent aller in Nordrhein-Westfalen zugeteilten Asylbewerber.

Die meisten Flüchtlinge, die in Deutschland 2017 einen Asylantrag stellten, kamen vor allem aus folgenden Ländern: Syrien, , Afghanistan, Irak, Eritrea, Iran Somalia, Nigeria, Türkei, Russische Förderation, Guniea..

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge .

Die Stadt Herne verfolgt das Ziel, zugewiesene Flüchtlinge nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit in selbst gemieteten Wohnungen unterzubringen. Der Fachbereich Soziales hat in Zusammenarbeit mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege ein Wohnungsmanagement aufgebaut, um das verfolgte Ziel zu erreichen. Eine Vielzahl wohnt bereits in eigenen Wohnungen. Die eigene Wohnung ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Integration.

Wenn Sie Wohnungsangebote zur Vermietung anbieten möchten, finden Sie weitere Hinweise auf der Seite Sie möchten helfen?

Die der Stadt Herne zugewiesenen Flüchtlinge, die in städtischen Unterkünften untergebracht sind, werden von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des städtischen Fachbereichs Soziales betreut. Nach dem Umzug in eine eigene Wohnung übernehmen die Flüchtlingsberater der freien Wohlfahrtspflege diese Aufgabe. Die in den Notunterkünften des Landes untergebrachten Personen werden von beauftragten Organisationen betreut.

Alle Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren haben in Deutschland die Pflicht, eine Schule zu besuchen. Das gilt auch für Kinder von Asylsuchenden, die Herne zugewiesen wurden. Für Kinder und Jugendliche, die in vorübergehend Erstaufnahmeeinrichtungen leben, besteht diese Schulpflicht nicht.

Alle Kinder und Jugendliche von zugewiesenen Asylsuchenden erhalten im Kommunalen Integrationszentrum ein intensives Beratungsgespräch, um so die bestmögliche schulische Integration vorzubereiten. In der Regel werden die Schülerinnen und Schüler dann in so genannten Vorbereitungsklassen unterrichtet, um sie auf den späteren regulären Unterricht vorzubereiten.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der Homepage des NRW-Schulministeriums .

Viele Asylsuchende möchten nach ihrer Ankunft in Deutschland gerne arbeiten. Ob das möglich ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem von der Aufenthaltsdauer und vom Aufenthaltsstatus.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit.

Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen Arbeitsagentur

Weitere Informationen finden Interessierte auch in der Rubrik Weiterführende Links .