Feinstaub

Vordringliches Problem der Luftreinhaltung ist die Belastung der Luft mit Feinstaub. Unter dem Begriff Feinstaub sind luftgetragene Teilchen (Partikel) zu verstehen, deren Durchmesser kleiner als 10 μm ist (μm = Mikrometer, 1 μm = 1 ⁄ 1000 mm). Die Fachbezeichnung für diese luftgetragenen Teilchen lautet PM10, wobei PM die Abkürzung des englischen "Particulate Matter" (partikelförmiger Stoff) ist und 10 für den Durchmesser von 10 μm steht.

Feinstaub setzt sich zusammen aus Dieselruß, Staub aus Verbrennungsprozessen, Partikel die sich in der Atmosphäre aus umgewandelten Schadgasen bilden, aber auch aus natürlichen Materialien wie Meeresaerosole und aufgewirbeltes Erdkrustenmaterial.

Hauptquelle für Feinstaub ist der Straßenverkehr. Neben der motorbedingten Freisetzung (Dieselruß), entsteht Feinstaub durch den Abrieb von Reifen und Bremsen und durch Aufwirbelungen.

Feinstaub stellt ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar. Während größere Staubpartikel in der Nase und im Rachenraum zurückgehalten werden, dringen die feinen Partikel kleiner 2,5 μm tief in die feinen Gewebe von Lunge und Bronchien ein und können dort zu Schädigungen führen. Diese "lungengängigen" Feinstäube werden für schwere medizinischen Folgen wie Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs verantwortlich gemacht.

Zum Schutz vor Gesundheitsgefahren durch Feinstaub hat die Europäische Union Grenzwerte festgelegt.

Grenzwerte für Partikel (PM10):

  • 24-Stunden Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit
    50 μgm3 PM10 dürfen nicht öfter als 35 mal im Jahr überschritten werden

  • Jahresgrenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit
    40 μgm3 als Jahresmittelwert

Die Überwachung der Feinstaub-Belastung erfolgt durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW). Die aktuellen Ergebnisse der Feinstaub Messungen können im Internetangebot des LANUV NRW aufgerufen werden.

Abrufbar sind auch die Ergebnisse bezogen auf das gesamte Bundesgebiet .

Diplom-Ingenieur (FH) Friedrich Krüwel
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