Flechtenkartierung

Flechten reagieren empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt und können daher als lebende Anzeiger des Umweltzustandes, als sogenannte Bioindikatoren, eingesetzt werden. Bei der Bewertung werden Art und Anzahl der im Untersuchungsraum vorgefundenen Flechten bestimmt. Dem Bestimmungsverfahren liegt die gesicherte Erkenntnis zugrunde, dass die verschiedenen Flechtenarten unterschiedlich stark auf die örtlich vorhandene Luftbelastung reagieren. Die Kartierung der vorhandenen Flechtenvegetation erlaubt einen Überblick über die lufthygienische Situation im untersuchten Gebiet.

Flechtenkartierungen für das Stadtgebiet der Stadt Herne wurden in den Jahren 1992 und 1999 durchgeführt. Bei der im Jahr 1992 durchgeführten Untersuchung wurde eine starke Verarmung des Flechtenvorkommens im gesamten Stadtgebiet festgestellt. Es konnte allerdings auch die zögerliche Neuansiedlung von empfindlicheren Flechtenarten nachgewiesen werden.

Die im Jahr 1999 durchgeführte Kartierung ergab, dass es zu einer deutlichen Zunahme der Flechtenarten gekommen ist. Während bei der ersten Erhebung lediglich 6 Flechtenarten nachgewiesen wurden, konnten bei der zweiten Erhebung 29 Arten festgestellt werden. Gemessen an der Anzahl der vorgefundenen Flechtenarten, ist im Herner Stadtgebiet seit 1992 eine Verbesserung der lufthygienischen Situation eingetreten.

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