Mobilfunk

Flächendeckend funktionierende Mobilfunknetze werden heute sowohl von Seiten der Wirtschaft als auch von privater Seite gewünscht und stellen somit eine notwendige Basisinfrastruktur dar. Gleichzeitig existiert eine Sorge vor gesundheitlichen Gefahren durch elektromagnetische Felder. Vor diesem Hintergrund sehen Bund, Länder und Kommunen den effektiven und transparenten Ausbau der Mobilfunknetze bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Schutz und Vorsorge im Rahmen der bestehenden Rechts- und Gesetzeslage als wichtige Aufgabe. Der Kommune kommt die Rolle zu, zwischen den Bedürfnissen und Ängsten der Bevölkerung einerseits und den Interessen der Mobilfunkbetreiber andererseits zu vermitteln.


Entwicklungsstand der Mobilfunkversorgung im Herner Stadtgebiet
Die Mobilfunklandschaft in Herne ist geprägt von über 100 Standorten mit fast 200 Einzelantennen der vier Mobilfunknetze der Betreibergesellschaften T Mobile , Vodafone D2 , O2 Germany und E-Plus . Etwa die Hälfte der Antennen zählen zum derzeit gängigen Netztypstandard GSM (Global System for Mobile Communication), auf welchem derzeit der neue UMTS-Standard aufgebaut wird. Mit diesem entsteht eine neue breitbandige Mobilfunkinfrastruktur, welche mobile Internetnutzung, umfassende Datenübertragung und Multimediafunktionen per Mobiltelefon ermöglichen soll. Die Selbstverpflichtung der Betreibergesellschaften, bis Ende 2005 eine Netzabdeckung von 50 Prozent im Bundesgebiet zu gewährleisten, ist in Herne aufgrund seiner Lage im versorgungsgünstigen Ballungsraum bereits vollständig erfüllt. Nach Schließung der Netzlücken in 2005 erfolgt lediglich eine bedarfsorientierte Netzverdichtung.

Genehmigung von Sendeanlagen
Die für besorgte Bürger und Bürgerinnen zentrale Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen von Mobilfunk-Anlagen wird bei der Zulassung von Sendeanlagen durch die sogenannte “Standortbescheinigung” behandelt. Diese wird aufgrund der technischen Daten der Betreiber von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) dann ausgestellt, wenn die Prüfung unter Einbeziehung von am Standort bereits bestehenden Quellen elektromagnetischer Felder ergibt, dass die bestehenden Grenzwerte nach der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (26. BImSchV) eingehalten werden.
Genehmigende Stelle für Mobilfunkstandorte im Stadtgebiet Herne ist die Außenstelle Dortmund:

Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
Alter Hellweg 56
44379 Dortmund
Telefon: 02 31 / 9 95 50,
Telefax: 02 31 / 9 95 51 80
E-Mail: dort01.postfach@regtp.de

Die RegTP unterhält eine öffentliche Standortdatenbank mit Informationen über Standorte und elektro­magnetische Felder (EMF) von Sendeanlagen sowie Ergebnisse von EMF-Messungen, die bundesweit vom TÜV durchgeführt wurden. Durch Eingabe von Postleitzahl und Straße können interessierte Bürgerinnen und Bürger den zugehörigen Kartenausschnitt aufrufen.
http://emf.bundesnetzagentur.de

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Gesundheitsgefährdungen des Mobilfunks
Kernpunkt der Debatte um mögliche Gesundheitsgefährdungen ist die Frage, ob elektromagnetische Felder zu nachteiligen biologischen Wirkungen führen können. Dazu sind bislang zahlreiche wissenschaftlichen Studien erstellt worden (siehe Informationsquellen unten). Nach den bisher vorliegenden anerkannten wissenschaftlichen Studien geht nach heutiger Erkenntnis von elektromagnetischen Feldern, die unterhalb der bestehenden Grenzwerte liegen, keine Gesundheitsgefahr aus. Die Wissenschaftler halten weitere Forschung jedoch für wichtig. Für die kommunale Praxis bedeutet dies, dass bis zum Vorliegen anderweitiger gesicherter Erkenntnisse die anerkannten Grenzwerte der 26. BImSchV als ausreichender Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen elektromagnetischer Felder anzusehen sind.

Ralf Lieder
Beauftragter für Mobilfunk in Herne
Telefon: 0 23 23 / 16 - 30 33
Telefax: 0 23 23 / 16 - 12 33 92 53
E-Mail: ralf.lieder@herne.de

Stadt Herne
Fachbereich Umwelt und Stadtplanung
Rathausstraße 6
44649 Herne
Service-Hotline: 0 23 23 / 16 - 16 18
Telefax: 0 23 23 / 16 - 12 33 92 53
E-Mail: fb-umweltundstadtplanung@herne.de

Weitere Ansprechpartner:
Informationszentrum für Mobilfunk IZMF als eingetragener Verein der Betreibergesellschaften mit kostenloser Hotline unter 08 00 / 33 03 13 3, www.izmf.de
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - www.bmu.de
Bundesnetzagentur www.bundesnetzagentur.de
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), www.bfs.de
Strahlenschutzkommission (SSK), www.ssk.de
Forschungszentrum für Elektromagnetische Umweltverträglichkeit (FEMU), www.femu.de
Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF), www.fgf.de