Der Beruf ist Teil des Lebens - und sollte dementsprechend auch ins "eigene Drehbuch" passen. Welche Rolle, welcher Lebensentwurf passt zu mir? Das ist die Frage. Die beruflichen Biographien von Frauen sind sehr unterschiedlich: Minijobberin,
"Nine-to-Five"- oder
"Eight-to-Four"-Jobberin, Berufstätige in Teilzeit oder Karrierefrau mit der viel zitierten 60-Stunden-Woche - all das ist möglich.
Zufriedenheit im Arbeitsalltag ist wichtig, auch in wirtschaftsschwachen Zeiten. Um den eigenen Wünschen und Zielen auf die Spur zu kommen, sollten Sie sich Zeit nehmen. Blinder Aktionismus ist fehl am Platz. Neue Felder müssen bekanntlich erst beackert werden. Berufliche Orientierung ist ein längerer Weg. In diesem Prozess steht zunächst eine Standortanalyse, der "Ist-Zustand", im Mittelpunkt. Anschließend geht es dann darum, neue berufliche Ziele und Perspektiven zu entdecken. Das klappt nicht von heute auf morgen. Denken Sie daran, wie lange Sie mit dem letzten Möbel-, Auto- oder Kleidungskauf zugange waren, wie Sie Preise und Modelle recherchiert, verglichen, um Rat gefragt, ausprobiert und Vor- und Nachteile abgewogen haben ... Und jetzt geht es um mehr, um die berufliche Zukunft nämlich.
Bei der beruflichen Orientierung werden viele Fragen geklärt:
- Welche beruflichen Ausbildung(en) und Erfahrungen bringe ich mit?
- Welche Stärken und Schwächen habe ich?
- Welchen Stellenwert hat die Berufstätigkeit in meinem Leben? Bin ich vorrangig berufstätige Frau oder Mutter?
- Wie viel (Lebens-) Zeit will ich für meine Berufstätigkeit einsetzen?
- Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Wer kann mich dabei unterstützen?
- Kann ich mir vorstellen, Zeit und vielleicht auch Geld zu investieren, um durch Qualifizierung meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?