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Berufliche Orientierung

Drei Frauen gehen lachend eine Straße entlang / © Eric Audras / PhotoAlto

Neue Pfade beschreiten

Der Beruf ist Teil des Lebens - und sollte dementsprechend auch ins "eigene Drehbuch" passen. Welche Rolle, welcher Lebensentwurf passt zu mir? Das ist die Frage. Die beruflichen Biographien von Frauen sind sehr unterschiedlich: Minijobberin, "Nine-to-Five"- oder "Eight-to-Four"-Jobberin, Berufstätige in Teilzeit oder Karrierefrau mit der viel zitierten 60-Stunden-Woche - all das ist möglich.

Zufriedenheit im Arbeitsalltag ist wichtig, auch in wirtschaftsschwachen Zeiten. Um den eigenen Wünschen und Zielen auf die Spur zu kommen, sollten Sie sich Zeit nehmen. Blinder Aktionismus ist fehl am Platz. Neue Felder müssen bekanntlich erst beackert werden. Berufliche Orientierung ist ein längerer Weg. In diesem Prozess steht zunächst eine Standortanalyse, der "Ist-Zustand", im Mittelpunkt. Anschließend geht es dann darum, neue berufliche Ziele und Perspektiven zu entdecken. Das klappt nicht von heute auf morgen. Denken Sie daran, wie lange Sie mit dem letzten Möbel-, Auto- oder Kleidungskauf zugange waren, wie Sie Preise und Modelle recherchiert, verglichen, um Rat gefragt, ausprobiert und Vor- und Nachteile abgewogen haben ... Und jetzt geht es um mehr, um die berufliche Zukunft nämlich.

Bei der beruflichen Orientierung werden viele Fragen geklärt:

  • Welche beruflichen Ausbildung(en) und Erfahrungen bringe ich mit?

  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?

  • Welchen Stellenwert hat die Berufstätigkeit in meinem Leben? Bin ich vorrangig berufstätige Frau oder Mutter?

  • Wie viel (Lebens-) Zeit will ich für meine Berufstätigkeit einsetzen?

  • Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Wer kann mich dabei unterstützen?

  • Kann ich mir vorstellen, Zeit und vielleicht auch Geld zu investieren, um durch Qualifizierung meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Drei Frauen und zwei Männen sitzen an einem großen Tisch und unterhalten sich / © Eric Audras / PhotoAlto

Tipps für die ersten Schritte:


  • Wenn Sie schon ein Berufsfeld ins Visier genommen haben, finden Sie auf der Homepage www.berufenet.de detaillierte Informationen über 5.800 Berufe, deren Aufgaben und Tätigkeiten, erforderliche Kompetenzen und Weiterbildungs- sowie Verdienstmöglichkeiten.

  • Machen Sie im gewählten Beruf ein Praktikum, um Ihre Entscheidung auf „Praxistauglichkeit“ abzuklopfen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Ihnen die Fahrtkosten von der Arbeitsagentur erstattet.

  • Nutzen Sie das Angebot von Weiterbildungsmärkten in der Region, um das Angebot an beruflicher Qualifizierung kennen zu lernen.

  • Teilen Sie das „Großprojekt Neuer Berufsstart” in kleine und überschaubare Einzelschritte auf. Erarbeiten Sie einen Zeitplan. So behalten Sie den Überblick, sehen jederzeit, welche Etappen Sie schon bewältigt haben. Und: Sie verlieren nicht gleich den Mut, wenn Sie an ein Hindernis stoßen.

  • Nutzen Sie Ihre persönlichen Netzwerke! Erzählen Sie Menschen in Ihrem Bekanntenkreis von Ihren beruflichen Plänen. Manchmal öffnen sich ungeahnte Türen...

  • Suchen Sie sich Verbündete, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Andere Frauen, die sich auch auf neuen beruflichen Pfaden bewegen, sorgen für das „Du-bist-nicht-allein-Gefühl“. Gleichgesinnte finden Sie zum Beispiel bei Bewerbungstrainings, Orientierungs- bzw. Trainingsmaßnahmen, Seminaren zur Stärkung der Schlüsselqualifikationen und manchmal auch in Gesprächskreisen für Frauen.


Informationen und Beratung zu diesem Thema:
Fachstelle FRAU UND BERUF
Ulrike Hammerich
Telefon: 0 23 23 / 16 35 82
E-Mail:ulrike.hammerich@herne.de
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