Wichtige Hinweise .
Seitenübergreifende Links .
Suchfunktion .
Rechte Spalte / Module .

Veranstaltungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 . 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . 6 .
7 . 8 . 9 . 10 . 11 . 12 . 13 .
14 . 15 . 16 . 17 . 18 . 19 . 20 .
21 . 22 . 23 . 24 . 25 . 26 . 27 .
28 . 29 . 30 . 31 . 1 . 2 . 3 .
Event Suchfunktion .
Dokumenteninhalt .

Agenda 21 - was ist das?

Die Agenda 21 (Agenda = Tagesordnung) ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, beschlossen von 179 Staaten auf der „Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen“ (UNCED) in Rio de Janeiro (1992). An dieser Konferenz nahmen neben Regierungsvertretern auch viele nichtstaatliche Organisationen teil.

Zentrales Thema der Agenda 21 ist nachhaltige Entwicklung (sustainable development). Mit dieser Entwicklungsvorstellung sollen durch anzupassende Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik die Bedürfnisse der heutigen Generation Befriedigung finden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Im Sinne nachhaltiger Entwicklung muss in den Industrieländern die Wirtschaftspolitik und damit auch die Energie-, die Agrar- und die Handelspolitik angepasst werden, da die Industrieländer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung wesentlich mehr Ressourcen verbrauchen. In Schwellen- und Entwicklungsländern bezieht sich die Agenda 21 eher auf Armutsbekämpfung, Bevölkerungspolitik, Bildung, Gesundheit, Trinkwasser- und Sanitärversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung sowie ländliche Entwicklung.

Die Agenda 21 besteht aus 40 Kapiteln, die sich wiederum in 4 Abschnitte einteilen lassen:

I Soziale und wirtschaftliche Dimensionen

II Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung

III Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen

IV Möglichkeiten der Umsetzung

Nachhaltige Entwicklung - und damit die Agenda 21 - ist vielerorts zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden. Gemäß Kapitel 28 (Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21) sind viele der globalen Probleme am besten auf der örtlichen Ebene zu lösen. Derzeit liegt bundesweit in circa 2.600 Kommunen ein Beschluss vor zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 auf der örtlichen Ebene.

Unter dem Motto "Global denken - lokal handeln!" ist jede Kommune der 179 Beitrittsländer zu einer eigenen ("lokalen") Agenda-21-Gruppe verpflichtet, die sich hier um die lokale Umsetzung kümmern soll. Große Kommunen haben wegen ihrer Größe oft weniger effektive Agendagruppen als kleine.

Im Bildungsbereich ist nachhaltige Entwicklung dabei, die frühere Umweltbildung abzulösen: moderne Umweltbildung ist Bildung für nachhaltige Entwicklung, wobei letztere vor allem einen umfassenderen Ansatz hat und eben nicht nur den ökologischen Aspekt betrachtet, sondern auch einen Zusammenhang mit Ökonomie und Sozialem herstellt und so zu Handlungskompetenz erziehen will.

Eines der ersten großen Modellprojekte zur Umsetzung der Agenda 21 in Deutschland war das vom Bundespräsidenten Roman Herzog ausgezeichnete Nationalprojekt, das Altmühltal-Agenda-21-Projekt (1995-1998) der Franz-von-Assisi-Akademie zum Schutz der Erde und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, bei dem in 25 Projektbereichen über 100 Maßnahmen durchgeführt wurden.

Vollständiger Text der Agenda 21 (Deutsch) (PDF-Datei, 3,3 MByte)

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Agenda 21 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. 

Fußzeile .
TagCloud .