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Das Shoah-Mahnmal

Nach einem knapp einjährigen Künstlerwettbewerb für ein „Shoah-Denkmal in Herne“ entschied der Rat der Stadt Herne am 23. September 2008 mehrheitlich, den Entwurf von Gabriele Graffunder und Winfried Venne zu realisieren. Das Denkmal ist auf dem
Willy-Pohlmann-Platz (vor dem Kulturzentrum) im Januar 2010 eingeweiht worden.


Bereits im Vorfeld der Ratsdiskussion hatte sich auch der überparteiliche „Arbeitskreis Shoah“, der durch sein Engagement in den letzten Jahren die „Erinnerungskultur“ in unserer Stadt geprägt hat, und die „Jury für den Künstlerwettbewerb für ein Shoah-Denkmal“ mit fast einstimmiger Mehrheit für den Entwurf von Graffunder & Venne („G&V Design“) ausgesprochen.  

In der Begründung heißt es: „Der Entwurf überzeugt inhaltlich durch seinen konzeptionellen und modernen Umgang mit dem Thema der „Erinnerung an die Shoah“. Das Mahnmal erscheint höchst eigen und ist mit anderen bekannten Denkmälern nicht zu vergleichen. Die Nennung der Opfernamen ist hervorragend gelöst, so dass zu den Namen auch noch (so weit vorhanden) die Todesdaten und Todesorte hinzukommen. Diese Momente können beim Betrachter weitere Assoziationen auslösen, und jedes einzelne Opfer wird so ganz bewusst in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig wird das Mahnmal der Trauerkultur in der jüdischen Religion gerecht.“


Der Entwurf


Folgend wird das Mahnmal vorgestellt. Dabei wird das Konzept zitiert, das Graffunder & Venne zum Künstlerwettbewerb eingereicht haben:

DEN MENSCH IN DEN MITTELPUNKT RÜCKEN.

Das zentrale Denkmal besteht aus einer dunklen Steinplatte, die einer Rampe gleicht. Die Rampe führt zu der aufrecht stehenden hellen Gedenktafel, auf der den 400 Opfern aus Herne und Wanne-Eickel gedacht wird. Den Weg zu der Gedenktafel muss der Betrachter bewusst beschreiten. Diesen dunklen Weg, dunkel wie dieser Teil unserer Geschichte, soll der Betrachter hinaufgehen. 

Schon allein durch das Betreten der Rampe wird er sich mit dem Denkmal auseinander setzen. Die bewusst geneigte Rampe soll den beschwerlichen Weg unserer Geschichtsaufarbeitung deutlich machen, aber auch den Weg zu einer Verneigung vor den Opfern unterstreichen.

Rechts und links auf der Rampe, in den Stein eingearbeitet, werden die Deportations-Orte aufgeführt, zu denen die Herner und Wanne-Eickeler Juden deportiert worden sind.

An der vorderen Kante der Rampe steht der Zeitraum, an den erinnert werden soll. In hebräischen und deutschen Schriftzeichen wird das Wort stehen: „Gedenke 1933-1945“.

Ist der Betrachter bis zu der aufrecht stehenden hellen Gedenktafel gegangen, so wird er dort viele lentikulare Glaselemente angebracht vorfinden.
In jeden der 400 Okulare ist ein einzelner Name mit Geburtstag und, soweit bekannt, Todestag, Deportation / Todesdatum und Sterbeort der ermordeten Juden eingelassen.  

Hier muss der Betrachter nun ganz nah herantreten und wird dadurch unwillkürlich zum Lesen der Namen aufgefordert. Damit würdigt und gedenkt er in diesem Moment der Toten.

Die in der Gedenktafel eingelassenen Okulare, (Okular(lat.) die dem Auge zugewandte Linse) durchdringen die Tafel zu beiden Seiten, sodass sich durch das natürliche Tageslicht immer ein Ausleuchten der Namen ergibt.

Dieses zentrale Denkmal in Herne wird das erdachte Netzwerk manifestieren. In dem vom zentralen Punkt zu den Gedenktafeln der Einzelschicksale eine Verbindung entsteht. 

 

 

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