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Einsatz auf dem Rhein-Herne-Kanal

Löschboot auf einem Bootsanhänger

Der Rhein-Herne-Kanal ist eine 45,6 Kilometer lange künstliche Wasserstraße im Ruhrgebiet. Anhand von fünf Schleusen wird ein Höhenunterschied von rund 36 Metern überwunden. Auf Herner Stadtgebiet befinden sich drei Schleusen.

Für Einsätze auf dem Rhein-Herne-Kanal hält die Berufsfeuerwehr Herne drei Mehrzweckboote (MZB) vor.
2005 wurde ein Rettungsboot (RB) "Faster 555 RB" der Fa. Nordland Hansa GmbH angeschafft. Eingesetzt wird das Boot vom Einsatzpersonal der Feuerwache 2, welches nach Alarmierung mit dem auf einem Trailer befindlichen Boot zum Rhein-Herne-Kanal ausrückt.
Da der Kanal durch die Schleusen auf Herner Stadtgebiet in drei Teile unterteilt ist (Unterwasser, Mittelwasser und Oberwasser), rücken die Einsatzkräfte auf Weisung der Leitstelle zu den drei verschiedenen Booteinsetzstellen aus.
Unterstützt wird die Berufsfeuerwehr Herne durch die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehren Baukau und Sodingen, die ein weiteres Mehrzweckboot vorhalten. Die meisten Feuerwehrkräfte sind als Rettungsschwimmer ausgebildet und haben zum Teil die Qualifikation zum Bootsführer.
Löschwasserpumpe mit Strahlrohr auf dem Löschboot

Informationen über den Rhein-Herne-Kanal

Der Rhein-Herne-Kanal folgt bis Oberhausen größtenteils der begradigten Emscher und verbindet den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal. In Duisburg verzweigt der Kanal in den Duisburger Kanalhafen und in die Ruhr und verbindet dort den Duisburger Hafen mit dem deutschen Kanalnetz. Die Bauzeit (5. April 1906 bis 14. Juli 1914) betrug acht Jahre. 1916 wurde er mit zunächst sieben Schleusen vollendet. Er wurde für Schiffe bis zu 1.350 t gebaut.

Ursprünglich endete der Rhein-Herne-Kanal in Herne, wo er oberhalb der Schleuse Herne-Ost auf den Stichkanal des Dortmund-Ems-Kanals von Henrichenburg nach Herne traf. Mit der Stilllegung des letzten Teils des Stichkanals, nämlich des Abschnitts vom Kanalhafen der Zeche Friedrich der Große, Anlage 3/4, bis zum Ende vor der Bahnhofstraße, wurde der Abschnitt Henrichenburg-Herne dem Rhein-Herne-Kanal zugeschlagen. In der Trasse des stillgelegten Kanalabschnitts östlich der Brücke über die Bahnhofstraße bis zur Brücke über den Landwehrbach in Herne verläuft heute die Bundesautobahn 42 (Emscherschnellweg).

Rund 80 Schiffe aus aller Herren Länder passieren täglich den Rhein-Herne-Kanal auf dem ca. 11 km langen Teilstück im Stadtgebiet Herne. Die Fracht besteht aus Kohle, Erzen, Mineralöl, Schrott, Baustoffen, chemischen Gütern und Nahrungsmitteln.
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