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Teutoburgia als Kino-Kulisse
Ende September 2011 fiel in Herne die erste Filmklappe zu den "Vampirschwestern", am 4. Oktober 2011 wurden die Dreharbeiten in der Teutoburgia-Siedlung abgeschlossen. Bevor die Filmcrew abreiste, lud sie zum Setbesuch: zum spannenden Blick hinter die Kulissen eines Kinofilms.
Die Begrüßungsszene auf der Laubenstraße wird gefühlte zehn Mal wiederholt (in Wahrheit halb so oft); Mitgefühl muss man vor allem mit Christiane Paul ("Die Welle", "Hindenburg") haben, die im luftigen Sommerkleid die Mutter der beiden zwölfjährigen Vampirschwestern Silvania und Dakaria spielt. In bewegte Bilder wird hier die Romanvorlage von Franziska Gehm verwandelt: "Die Vampirschwestern" sind beliebte und viel gelesene Kinderbücher. Sony Pictures fand sie perfekt für die Leinwandadaption und startete am 26. September 2011 den Dreh in Vampir-City Teutoburgia.
Dienstag, 11 Uhr: Die Vampirschwestern und ihre Eltern (Stipe Erceg, bekannt aus "Baader Meinhof Komplex“ und "Die fetten Jahre sind vorbei", spielt den Vampir-Papa) bekommen Besuch von den Großeltern. Die wissen gar nichts von den Vampir-Wurzeln in der eigenen Familie und wundern sich daher sehr, dass der Nachbar in Panik vor Transilvanien in Teutoburgia sein Haus vollkommen verbarrikadiert hat.
Ein mit Knoblauch-Knollen und Maschendraht gesicherter Holzzaun umgibt das Grundstück des Nachbarn, die Fenster sind mit Brettern zugenagelt. Derart abgeschrimt vom Rest der Welt muss in den letzten Tagen tatsächlich ein Siedler der Teutoburgia-Gemeinschaft leben. Denn das Setting für den Kinofilm lässt sich, wenn die Crew Feierabend macht, nicht mal eben zurückbauen. Gleiches gilt für das Haus nebenan, Wohnort der Vampir-Familie. Die Filmleute haben es in ein heruntergekommenes, mit reichlich grauer und schmutziger Patina versehenes Domizil verwandelt.
Falscher Efeu rankt und rankt. „Diese Verkleidung wird das Haus auch noch bis zum Schluss sämtlicher Dreharbeiten beibehalten“, klärt Produzentin Uli Putz auf. Denn erst wenn alles im berühmten Kasten ist, wissen die Filmemacher, ob auch alle Szenen tatsächlich perfekt ineinander greifen. Und Uli Putz verrät noch mehr: „Alles Blaue, was Sie hier sehen, ist von uns: die Fensterläden, das Auto vor der Tür, die Mülleimer, die Blumen…“ gehört zum Farbkonzept des Kinofilms: Der Drehort Teutoburgia brauchte einen lebendigen Farbtupfer!
Von den Dreharbeiten machte sich übrigens auch Helmut Zerlett ein Bild. Der als Bandleader der "Harald Schmidt Show" bekannt gewordene Musiker, Komponist und Produzent wird für die Vampirschwestern die passende Filmmusik entwickeln.
Bis die Bewohner von Teutoburgia ihre schmucke Siedlung als Filmkulisse im Kino bewundern dürfen müssen sie noch etwas Geduld aufbringen: Die Vampirschwestern werden erst ab Herbst 2012 in den Lichtspielhäusern zu sehen sein.
Kurzinhalt:
Für die Halbvampir-Schwestern Silvania und Dakaria ändert sich alles, nachdem sie mit ihren Eltern aus Transilvanien in eine Kleinstadt nach Deutschland gezogen sind. Hier müssen sich die Zwillingsmädchen an die Gegebenheiten des Menschen-Alltags anpassen und ihre Vampirseite verheimlichen. Das heißt: Das Fliegen ist auf die Nachtstunden begrenzt, keine Anwendung ihrer Superkräfte, und auf gar keinen Fall dürfen die Mädchen wie üblich an der Decke entlang spazieren. Dakaria fühlt sich zunächst ziemlich fremd und wünscht sich zurück nach Transsilvanien. Silvania hingegen ist begeistert davon, das Menschenleben kennenzulernen, und zwar mit allem was dazu gehört: einer besten Freundin, den richtigen Klamotten und vielleicht auch netten Jungs? Schon der erste Schultag in der neuen Heimat gestaltet sich ereignisreich – und das ist erst der Anfang ihres Abenteuers, in dem sich der Nachbar der Familie auch noch als Vampirjäger entpuppt…