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Collage mit alten Bildern

Gedenken

Erinnerung und Gedächtnis – um diese Begriffe kreisen seit Jahrzehnten öffentliche Diskussionen und gesellschaftliche Kontroversen. In Herne sind die Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 und zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 Teile einer Erinnerungskultur geworden, die sich um die Frage dreht: Wie lassen sich heute noch Nationalsozialismus, das System der Konzentrationslager und die Shoah vergegenwärtigen?

Auch für Herne und Wanne-Eickel sind die historischen Geschehnisse publizistisch erfasst. Neben dem Projekt „Nahtstellen“ beschäftigt sich das Kinder- und Jugendparlament damit, wie eine „Gedenkkultur“ in einer Generation fortgeführt werden kann, die selbst keine direkten biographischen Verbindungen mehr zum Nationalsozialismus hat.

Seit Anfang 1933 verfolgten die Nazis brutal alle Andersdenkenden und Gegner des Regimes: Kommunisten und Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas und Intellektuelle, Gewerkschafter und Personen aus der kirchlichen Opposition. Zu dieser politischen Repression kamen die Auswirkungen des völkischen Rassenwahns, der Juden, Sinti und Roma, russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, Homosexuelle und Menschen mit Behinderung zum „unwerten Leben“ abstempelte.

Die Biografien von Helene Gotthold, Karl Schurstein, Tamara Serjogina, Friedrich Schrage und Ludwig Steil werfen einen exemplarischen Blick auf diese Verfolgte und Opfer des NS-Regimes aus Herne und Wanne-Eickel.

 
Zum Gedächtnis ihrer Großeltern Wolf und Elise Weinberg und zur Erinnerung an ihre Eltern Arthur und Julie Kaufmann, für die es keine Begräbnisstätte gibt, legt Liesel Spencer (mit ihren Kindern Allen und Madeleine) einen Stein auf das Grabmahl. (Foto: Bildarchiv/Hoffmann)

Begegnungen

Es war nie eine ungetrübte Rückkehr. Ehemalige jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen besuchten ihre alte Heimatstadt. Stand die Reise für sie zumeist unter der Prämisse, einen abschließenden Frieden zu finden, blieben die Begegnungen für viele andere unvergesslich und aufwühlend. Erinnerung und Geschichtsverständnis können manchmal auch eine Person oder eine Lebensgeschichte sein.


Die Berichte über Leo Schnur, Esther Hocherman, Channa Birnfeld, Liesel Spencer und Kenneth Ellington machen die Spannung zwischen Erinnerung und Gegenwart deutlich. 


Aus einem geöffneten Fenster sieht man auf Bahngleise

Orte

„… nach dem Osten abgeschoben“. So lauteten 1942 die bürokratisch verschleiernden Eintragungen in die Meldekarteien der Stadt Herne. In Wahrheit wurden die jüdischen Frauen, Männer und Kinder in die Konzentrationslager des Ostens deportiert und dort ermordet.

Bergen-Belsen, Sobibor, Majdanek, Auschwitz. Orte, deren Namen zum Inbegriff des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte wurden.
Jahrzehnte später machen sich junge Herner auf den Weg, diese Orte des Verbrechens zu erkunden. Was bleibt? 

Entwurf des Shoah-Mahnmals

Shoah-Mahnmal

Der Rat der Stadt Herne hat sich mehrmals demonstrativ dazu bekannt, sich der Vergangenheit des Nationalsozialismus in seinen lokalen Ausprägungen zu stellen. Dies geschieht aus dem eigenen Bedürfnis nach Erinnerung, Verantwortung und Trauer heraus. Das zentrale Denkmal für die „Opfer der Shoah aus Herne und Wanne-Eickel“ auf dem Willy-Pohlmann-Platz ist ein weiterer Schritt, Gedenken und Gedächtnis öffentlich und kontrovers voranzutreiben.


„Ich möchte, dass sich jemand daran erinnert, dass einmal ein Mensch namens David Berger gelebt hat.“ So schrieb David Berger in seinem letzten Brief, bevor ihn die Nazis 1941 in Wilna ermordeten. Dieses Zitat stellt die Gedenkstätte Yad Vashem
(www.yadvashem.org) einer Datenbank voran, in der bisher drei Millionen Namen der von den Deutschen und ihren Helfern ermordeten Jüdinnen und Juden genannt werden.

Dieses Zitat steht auch stellvertretend für die etwa 400 Namen der Opfer aus Herne und Wanne-Eickel, die auf dem Herner Shoah-Mahnmal genannt werden.  


 

 

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