Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
In der Mannschaftskabine des
HLF befinden sich drei Pressluft-Atmer und drei Kreislauf-Atemschutzgeräte. Die Löschwasserförderung erfolgt über eine Feuerlöschkreiselpumpe 16 / 8 (1.600
l bei 8 bar ) im Heck des Fahrzeugs. Durch den eingebauten Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.400
l ist eine schnelle Einsatzbereitschaft hergestellt.
Als Besonderheit sind in dem
HLF pneumatische Schwenktüren an der Mannschaftskabine eingebaut worden. So ist es dem Angriffstrupp mit seinen Gerätschaften möglich, auch in engen Straßen das Fahrzeug zu verlassen.
Zum besseren Fahrverhalten und um sich während der Alarmfahrt auf den Straßenverkehr konzentrieren zu können, ist das Fahrzeug mit permanentem Allradbetrieb ausgerüstet, unterstützt durch ein Automatikgetriebe mit ADM (
Atomatic Drive-Train).
Fahrzeugdaten:
Fahrgestell: Iveco Magirus Eurofire Tector
Typbezeichnung:
HLF
Leistung: 202
KW
Pumpe:
FP 16/8
Gesamtgewicht: 14,5 t
Weitere Beladung und zusätzliche Besonderheiten der Feuerwehr Herne:
- Um eine schnelle Einsatzbereitschaft auch bei Eis und Schnee zu gewährleisten sind zuschaltbare Schleuderketten für die Hinterachse unter dem Fahrzeug eingebaut.
- Als drittes, viertes und fünftes Löschmittel stehen ein 12-Kilogramm-Pulverlöscher, ein 6-Kilogramm-Kolendyoxidlöscher und ein Fettbrandlöscher zur Verfügung.
- Für den schnellen Einsatz eines C-Rohres ist ein 50 m langer formstabiler Schlauch auf einer Haspel (spulenförmige Vorrichtung) im Fahrzeug eingebaut.
- Zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern befindet sich eine Tauchpumpe 4 / 1 (400 l bei 1 bar) und eine Tauchpumpe 15 / 1 (1.500 l bei 1 bar) auf dem Fahrzeug.
- Für technische Hilfeleistungseinsätze stehen ein 13-KVA-Aggregat, eine Trennschleifmaschine, eine Rettungssäge und ein Beleuchtungssatz zur Ausleuchtung der Einsatzstelle zur Verfügung.
- Um auch in stark verrauchten Räumen möglichst schnell Verletzte zu finden oder den Brandherd aufzuspüren, ist auf dem Fahrzeug eine spezielle Wärmebildkamera.
- Am Fahrzeugheck ist ein Beleuchtungsmast mit der Leistung von 2 x 1.000 Watt montiert.
- Zur Sturmschadenbeseitigung kann man auf eine Motorkettensäge zurückgreifen.
- Zur Rettung von Personen und bei einem Löschangriff in Höhe steht eine vierteilige Steckleiter zur Verfügung.
- Die Schutzausrüstung wurde um Hitzeschutzbekleidung Form 3, Schutzhandschuhe gegen Kälte und Säure / Öl, drei Sicherungswesten mit 60 m Kernmantelseil und einen Wasserrettungsanzug erweitert.
- Für technische Rettungs- und Hilfeleistungseinsätze stehen hydraulische und pneumatische Rettungsgeräte sowie eine Rettungssäge zur Verfügung.
- Für messtechnische Aufgaben wurde ein Polytector (Multigas-Warngerät mit den Messbereichen Sauerstoff, Kolendyoxid, Kohlenmonoxid und Exbereich) installiert.
- Zur Abdeckung von Einsatzspitzen im Rettungsdienst und zur Eigensicherung sind ein Notfallrucksack sowie ein Defilibrator vorhanden.