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Lernen vor Ort

Das Logo von Lernen vor Ort und des Herner Bildungsnetzwerks


Herne wird gemeinsam mit bundesweit 40 Kommunen und Kreisen im Rahmen des Programms "Lernen vor Ort" in den nächsten drei Jahren gefördert. Ziel der Förderung ist der Aufbau eines umfassenden Bildungsmanagements für Herne.


Viele Gründe für ein gutes Bildungsmanagement
Bildung ist ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Herner Bürgerinnen und Bürger. Bildungsmanagement soll dazu beitragen, "Bildung für alle" und das in allen Phasen des Lebens zu ermöglichen. Das beginnt in der Familie und setzt sich über die Ausbildung und das Studium fort. Lebenslanges Lernen beinhaltet stärker denn je auch die Fort- und Weiterbildung bis ins hohe Alter. Das Motto für Herne lautet dabei:
"Gemeinsam handeln – keinen verlieren!"



Ziele des Projekts in Herne


Die Stadt Herne hat sich dabei folgende Ziele gesetzt:
  • Vernetzung aller regionalen Bildungsakteure in dauerhaften Strukturen
  • Quantitative und qualitative Angebotsverbesserung
  • Erhöhung der Qualität und der Transparenz der Bildungsangebote
  • Heranführung von bildungsfernen Zielgruppen an Bildung
  • Steigerung der Nutzerorientierung bei allen Bildungsangeboten um die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Herner Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen

Aktionsfelder in Herne

In allen beteiligten Kommunen und Kreisen werden sechs verschiedene Aktionsfelder bearbeit. Für Herne sind das:

Bildungsmanagement: Gemeinsam handeln – keinen verlieren
  • (Weiter-)Entwicklung eines kommunalen Bildungsmanagement-konzepts/-netzwerkes
  • Schaffung eines Bildungsportals

Bildungsberatung: Übergreifend beraten – zum Lernen motivieren
  • Entwicklung und Einrichtung von sozialraumorientierten, niederschwelligen Bildungsberatungseinrichtungen in vier Familienzentren
  • Konzeptionelle Entwicklung einer trägerübergreifenden kommunalen (Weiter) Bildungsberatungsstelle
  • Konzeptionelle Entwicklung eines Frühwarnsystems für Schule
  • Stärkung der Ehrenamtlichkeit

Bildungsmonitoring: Transparenz schaffen – für Veränderung sorgen
  • Regelmäßige Bildungsberichterstattung als Grundlage für Management und Planung
  • Messung der Erfolge im Bildungsbereich

Bildungsübergänge: Übergänge gestalten – Barrieren abbauen
  • (Weiter-)Entwicklung eines bedarfslagenorientierten Übergangsmanagements im Sinne eines Lebensphasenmodells
  • Entwicklung einer Lebensakte im Lebenslauf

Integration / Diversitätsmanagement: Alle erreichen – Benachteiligungen abbauen – Begabungen fördern
  • Analyse der Wirksamkeit von Maßnahmen individuellen Lernens (modellhaft im Handlungsfeld Sprache)
  • Weiterbildung / Qualifizierung zur "Interkulturellen Bildungsbotin"
  • Gewinnung weiterer Sponsoren und Unterstützer zur Förderung von Bildungsprojekten

Familienbildung / Elternarbeit: Familien stärken – Elternarbeit fördern
  • Weiterentwicklung der Familienzentren
  • Gestaltung / Ausbau des Übergangsmanagements
  • Öffnung von Schule


Stiftungspartner für Herne

Die Bildungs- und Erziehungsstiftung der Herner Sparkasse ist Grundpate für das Projekt "Lernen vor Ort" in Herne. Als kritische Unterstützerin wird sie die Umsetzung der Teilprojekte in den Aktionsfeldern in den nächsten Jahren begleiten.

Das Kommunale Bildungsbüro

Die Stadt Herne verfolgt das Ziel, der Ausgrenzung von benachteiligten Gruppen entgegenzuwirken sowie die Bildungsbeteiligung zu erhöhen. Zentraler Anlaufpunkt dafür ist seit dem 1. März 2009 das kommunale Bildungsbüro. Die Projektleitung "Lernen vor Ort" und die regionale Geschäftsstelle des Herner Bildungsnetzwerks arbeiten dort gemeinsam an der Umsetzung des Bildungsmanagements.
Die Arbeit von Gesellschaften, Vereinen und Verbänden für das örtliche Bildungswesen findet durch die Einrichtung einer Regionalen Bildungskonferenz und eines Regionalen Lenkungskreises Eingang in das Bildungsmanagement.
Die Ergebnisse des Bildungsmonitorings sind langfristig als Grundlage für die Bildungsberichterstattung und die Bildungsplanung nutzbar. Diese Aufgaben sind ebenfalls Bestandteile des Bildungsbüros.

Die Umsetzung der Maßnahmen im Aktionsfeld "Integration / Diversitätsmanagement" erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien Herne (RAA). Die Volkshochschule ist der Ort der künftigen Weiterbildungsberatung. Die Familienzentren werden zu Familienbildungseinrichtungen entwickelt.
 

Die bundesweite Initiative

"Lernen vor Ort" ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die unter dem Motto "Aufstieg durch Bildung" mehr und bessere Bildung und Weiterbildung in allen Lebensbereichen für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen will.
Ziel der Förderinitiative ist es, in Kreisen und kreisfreien Städten ein kohärentes Bildungsmanagement vor Ort zu entwickeln und zu verstetigen, so dass Billdungsstationen entlang der individuellen Lebensläufe systematisch aufeinander bezogen werden können.

"Lernen vor Ort" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit deutschen Stiftungen. Die Stiftungen bringen ihre lokalen Netzwerke, fachliche Expertisen und Erfahrungen in der Bildungsinnovation ein, um Kommunen vor Ort in Patenschaften zu begleiten und zu unterstützen. In programmweiten Veranstaltungen sollen wichtige Bildungsinnovationen angestoßen und mit verschiedenen Akteuren bearbeitet werden.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.

Die Logos des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Europäischen Sozialfonds für Deutschland und der Europäischen Union
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