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Der Oberlauf des Langelohbachs

Parkanlagen

Die Internationale Bauausstellung Emscherpark hat die regionalen Grünzüge unter ökologischen Gesichtspunkten ausgebaut und als Emscher Landschaftspark verknüpft. Erhalten gebliebene Freiräume wachsen zusammen mit neuen Grünflächen, die auf nicht mehr benötigten Industrieflächen entstehen. Wander- und Radwege erschließen das Erholungsgebiet. Der "Regionale Grünzug D" verläuft vom Rhein-Herne-Kanal zum neuen Bochumer Westpark und führt über die ehemalige Erzbahn-Trasse von Krupp. Die Fuß- und Radwege des "Regionalen Grünzugs E" verbinden Herne und Castrop-Rauxel.

Ausgedehnte Spazierwege und Wanderungen führen quer durch das Stadtgebiet. Parks und Grünflächen in der Stadt werden netzartig miteinander verbunden und bieten Fußgängern und Radfahrern abseits vom Autoverkehr neue Wegverbindungen. Viele Strecken führen über ehemalige Bahntrassen. Eine Tageswanderung kann zum Beispiel in Herne Mitte beginnen und vom Stadtgarten durch den Uhlenbruch und das Mont-Cenis-Gelände führen. Von dort aus geht es weiter über die ehemalige Zechenbahn-Trasse durch den Volkspark Sodingen bis zum Langeloh. Und dann längs des Rossbaches durch den Kunstwald und die Siedlung Teutoburgia wieder zurück zum Ausgangspunkt. "Bütterken" nicht vergessen!

Wälder, Parks und Gärten

Reitweg im Langeloh
Nur wenige Minuten Fußweg trennen den Schlosspark Strünkede von der Herner Innenstadt. Der herrliche Park umgibt das Wasserschloss Strünkede mit seinem prachtvollen Frühbarockbau aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Idyllisch mitten im Schlosspark liegt die Schlosskapelle aus dem Jahre 1272. Sie ist das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet. Kinder zieht es magisch zum Spielplatz im Park.

Grünflächen aus Kaisers Zeiten und einen Weiher weist der Stadtgarten Wanne-Eickel auf. Er ist einer der traditionsreichsten Parks in der Stadt. Der ehemalige städtische Saalbau (heute Mondpalast) hieß ursprünglich "Kaisersaal", der Stadtgarten nannte sich "Kaiserpark". Die Monarchie ist Geschichte. Saal und Park existieren noch, ebenso der Volksgarten Eickel. Er wurde vor mehr als hundert Jahren im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt. Im Volksgarten liegt auch der Mini-Zoo Eickel, in dem einheimische Nutz- und Haustiere und Wildpferde leben. Vom Volksgarten ist es nur ein kurzer Weg zum Sportpark Wanne und zum Dorneburger Park.

Einer der schönsten Biergärten der Stadt ist im Herner Stadtgarten zu finden. Die beste Sicht haben Besucher des Aussichtsturms im Volkspark Sodingen. Der Behrenspark, auf dem Weg zwischen Fußgängerzone und Friedrich-Ebert-/Rathausplatz, ist auf einem ehemaligen Friedhof angelegt und erhielt einen schönen Spielbereich mit Wasserspielplatz für Kinder.

Einer der wenigen Wälder innerhalb des Ruhrgebietes liegt am Gysenbergpark. Der 1970 eröffnete Revierpark war der erste seiner Art im Ruhrgebiet. In ihm sowie in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Freizeitbad Lago, die Eissporthalle, ein Tierpark mit Streichelzoo, eine Mini-Eisenbahn, Minigolf-Anlage, Gokartbahn, verschiedene Sportplätze für Squash, Beachvolleyball, Basketball, Tennis und ein Freizeithaus. Weite Rasenflächen laden zum Spielen, Sport treiben und Picknicken. Der Gysenberger Wald ist ein bevorzugtes Wandergebiet.

Im Resser Wald an der Grenze zwischen Herne-Wanne und Gelsenkirchen wurde in den 1970er Jahren mit viel Aufwand eine Rettungsaktion zum Erhalt der Bäume unternommen. Durch den Resser Wald führt ein Rad- und Wanderweg auf dem 1766 errichteten Gahlenschen Kohlenweg zur Fleuthebrücke. Die über der Fleuthe, einem heute ausgetrockneten Seitenarm der Emscher, im Jahre 1853 errichteten Steinbrücke wurde restauriert und 1994 wieder eröffnet. Sie ist von der Dorstener Straße aus, die ebenfalls an den Kohlenweg erinnert, zu erreichen. Auf dem alten Straßenzug wurde im 18. Jahrhundert die Kohle auf Esel- und Pferde-Fuhrwagen aus Bochum-Weitmar, -Stiepel und Umgebung zu den Schmieden des Herzogtums Cleve über Crange, Buer und Dorsten zum Hafen bei Gahlen transportiert.

In den 1980er und 1990er Jahren wurden ehemalige Industrieflächen in Parklandschaften umgewandelt. Im Kunstwald Teutoburgia haben zehn Künstler das lange Zeit verwilderte Zechengelände nach ihren Ideen gestaltet, im Uhlenbruch ist aus der Hausmülldeponie ein Erholungsgebiet mit großen Wiesenflächen entstanden und gilt heute als Landschaftsschutzgebiet. Der Constantin-Wald auf dem Gelände von Constantin 4/5 schafft einen fast durchgehenden Grüngürtel zum Gysenbergpark.

Der Königsgruber Park in Röhlinghausen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Königsgrube entstand in den 80er Jahren. Er ist heute eine Station der "Route Industrienatur" des Regionalverbandes Ruhr. Die Biologische Station östliches Ruhrgebiet hat dort den Erlebnispfad "Glückauf Natur" eingerichtet und eine Begleitbroschüre zu dem Rundweg herausgegeben. Die Schlackenhalde der Zeche Pluto wandelt sich in einen 14 Hektar großen Landschaftspark. Auf den Industriebrachen hat sich eine einzigartige Mischung aus Pflanzen und Tieren den zum Teil schwierigen Lebensbedingungen angepasst. Seltene Arten haben sich hierhin zurückgezogen. Ihr Schutz erfordert einen besonderen Umgang mit diesen Bereichen. Zwei Gebiete in Herne wurden bereits unter Naturschutz gestellt: Voßnacken und Langeloh. Im Naturschutzgebiet Voßnacken zeigen sich am Teich häufig Graureiher. Das Naturschutzgebiet Langeloh bietet Tieren und Pflanzen eine Vielfalt an Lebensräumen, die sich zu beiden Seiten des Rossbaches gebildet haben. An die Aue mit ihren verschiedenen Pflanzengesellschaften schließen sich alte Buchenwälder, Laubmischwälder und Gehölze an. Darin eingestreut liegen Grün- und Brachflächen. Allein 40 Vogelarten haben sich im Langeloh niedergelassen.

Wer seltene Tiere wie den Feuersalamander beobachten möchte, ohne sie zu stören oder die Natur zu beeinträchtigen, kann sich den Exkursionen von NABU und BUND anschließen. Sie führen behutsam durch das Gebiet Langeloh und seine Waldflächen und Sümpfe. Es gibt auch Vogelstimmen-Wanderungen über den Wiescher Friedhof in Herne Süd und durch den Resser Wald sowie Eulenexkursionen im Gysenberger Wald.
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