In seiner heutigen Form als Schloss mit zwei Flügeln erscheint die Anlage seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit befand sich das Anwesen schon nicht mehr im Besitz der Familie von Strünkede, deren Hauptlinie 1742 mit dem Tode Johann Conrads von Strünkede erlosch. Mehrere Nebenlinien folgten als Schlossherren, bis Schloss Strünkede 1810 durch eine Heirat an die Familie von Forell fiel. 1896 verkauften sie das von Bergsenkungen stark in Mitleidenschaft gezogene Schloss an die Harpener Bergbau
AG und zogen in eine neu erbaute Villa im Schlosspark um, in die heutige Städtische Galerie. Im Jahr 1900 verließ die Familie von Forell Herne. An sie erinnert die nahe dem Schloss gelegene Forellstraße. Ihre durch einen Obelisken kenntliche Familiengrabstätte befindet sich im Schlosspark. In den Folgejahren erfuhr der alte Adelssitz unterschiedliche Nutzungen. So diente er als Restaurant, Lazarett, Polizeiquartier, Unterkunft für die Hitler-Jugend und als Kindererholungsheim. Seit 1944 befindet sich das Schloss im Besitz der Stadt Herne, die es seitdem mehrfach restaurieren ließ. 1948 fanden die Sammlungen des Emschertal-Museums ihren Standort im Schloss. Heute ist das Wasserschloss im Norden Hernes das größte Haus des Emschertal-Museums. Zahlreiche Exponate dokumentieren hier die Historie des heutigen Herner Stadtgebiets von der Ära der Neandertaler über die Karolingerzeit bis hin zur Industriestadt. Ebenfalls im Schloss zu besichtigen ist die Ausstellung zur Geschichte des Schlosses und der Familie von Strünkede.