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Ausstellungseröffnung
Nur was sich wandelt, bleibt bestehen
Junge Künstler aus den Porzellan- und Keramikstädten Kütahya/Anatolien und Selb/Oberfranken
Teilnehmer
Yvonne GEORGI
Wilma GREIM
Dilber Beyza KÜÇÜKKAVAS
Hasan ŞAHBAZ
Christin WİNKLER
Fatma YURDUGÜL
Gäste
Güzide BAŞAKÇI
Klaus CULLMANN
Marlene KRETZSCHMAR
Ingeborg SACK
Hasret ŞAHİN
Taghi TABRİZİAN
Das Emschertal-Museum Herne lädt Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 11. März 2012 um 11:30 Uhr im Schloss Strünkede, Rittersaal ein.
Begrüßung
Dr. Oliver Doetzer-Berweger
Leiter des Emschertal-Museums
Einführung in die Ausstellung
Kurator Ingo Nitzsche
Die Gegenüberstellung der Porzellanstadt Selb in Oberfranken mit der traditionellen Fayence- und Porzellanstadt Kütahya in Anatolien (Türkei) soll den Umgang mit Porzellan in zwei unterschiedlichen Kulturkreisen vor dem Hintergrund des Wandels der Tischkultur und der Krise der westeuropäischen Porzellanindustrie aufzeigen.
In beiden Städten gibt es Berufsausbildung in den Bereichen Form und Dekor. In Selb beheimatet sind weltweit bekannte Marken wie Rosenthal, Hutschenreuther und Villeroy & Boch (vorm. Heinrich) – produziert wird jedoch nur noch bei Rosenthal, außerdem in kleinen Ateliers und Manufakturen. In Kütahya finden wir die Marken Güral Porselen und Kütahya Porselen, außerdem etwa 500 Ateliers, in denen Fayenceteller, -vasen und andere Objekte heute noch von Hand bemalt werden.
Wie verhält man sich in beiden Städten im Spannungsfeld zwischen Porzellan als einem Gegenstand der Alltagskultur, zwischen Kunst und Industriedesign? Wie sind beide Städte durch ihre (Mono-)Kultur und Wirtschaftsgeschichte geprägt? Welche Wege finden junge Künstler, Form- und Dekorgestalter? Welche Rolle spielen Manufakturen als kleine, eigenständige Organismen mit Individualität und Idealismus? Wie steht man heute zu künstlerischem Unikat und wie zum seriellen Multiple? Spürt man ein Sich-Behaupten von Traditionellem, ein trotziges Bewahren oder löst sich Orts- und Kulturspezifisches auf in einer zunehmend kleiner gewordenen Welt?
Am Beispiel von Arbeiten junger, erfolgreicher Künstler und Gestalter aus beiden Städten kann der Besucher der Ausstellung sich ein eigenes Bild verschaffen. Dabei stehen Wilma Greim, Hasret Şahin und Hasan Şahbaz für Dreidimensionales. Yvonne Georgi, Beyza Küçükkavas, Christin Winkler und Fatma Yurdugül präsentieren neue Schöpfungen aus dem Dekorbereich.
Führungen
Sonntag, 15. April 2012, 15 Uhr
Sonntag, 6. Mai 2012, 15 Uhr
Zur Ausstellung liegt ein umfangreicher, zweisprachiger Katalog vor (Türkisch/Deutsch). Autor: Ingo Nitzsche, Stühlingen 2008