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Zentraler Omnibusbahnhof ( ZOB ) Herne

Glasdach des Zentralen Omnibusbahnhofs

Umgestaltung Zentraler Omnibusbahnhof am Bahnhof Herne

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhofsvorplatz in Herne ist mit mehr als 12.000 Fahrgästen pro Tag ein wichtiger Verknüpfungsträger für S- und Regionalbahn sowie für den ÖPNV und MIV und nimmt daher eine besondere Bedeutung ein.

Veranlassung der Umgestaltungsmaßnahme war im Jahre 1990 die Beteiligung der Stadt Herne an dem IBA-Projekt zur Attraktivitätssteigerung der Bahnhöfe entlang der Köln-Mindener Eisenbahn. Ziel dieses Projektes war, durch die Zusammenführung von unterschiedlichen Nutzungen und Hinführung zum öffentlichen Personennahverkehr den Individualverkehr zu verringern. In diesem Konzept kommt den Bahnhöfen und Bahnhofsvorplätzen als Eingangstor zur Emscherregion allgemein eine erhebliche Bedeutung zu. Das IBA - Konzept ging über den S-Bahn - üblichen Ausbau eines Bahnsteiges und die Anlage von bike and ride – Anlagen B + R) hinaus und sah insbesondere eine bessere Integration und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten, ein gut begreifbares Informationssystem für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel, die Instandsetzung der Bahnhöfe und der Bahnanlagen sowie eine städtebauliche Erneuerung der Bahnhofsvorplätze vor.  
Zentraler Omnibusbahnhof am Abend

Für die Neugestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) einschließlich der Straße “Bahnhofsvorplatz” wurde bereits im Jahre 1991 ein beschränkter Regionalisierungswettbewerb ausgelobt. Das Preisgericht zu diesem Wettbewerb hat unter Beteiligung der Verkehrsträger im April 1992 stattgefunden. Zu dem Gestaltungskonzept des ersten Preisträgers wurde von der Stadt Herne in Abstimmung mit den Trägern des ÖPNV zum Bahnhofsvorplatz ein verkehrtechnischer Entwurf erstellt, der das vorhandene Verkehrsaufkommen aller Verkehrsteilnehmer und Verkehrsarten berücksichtigt. Die verkehrstechnische Prüfung basiert auf einem verkehrsabhängigen, rechnergestützten Verkehrsmodell. Als Grundbelastung wurden die Spitzenwerte der Hauptverkehrszeiten zugrundegelegt.
Die DB AG hat mit Mitteln des Landes und einem Anteil der Stadt Herne bereits in 1999 eine “Denkmalgerechte Erneuerung” des Empfangsgebäudes am Bahnhof Herne durchgeführt. Der östliche Teil des Bahnhofsvorplatzes ist ebenfalls in 1999 im Rahmen der IBA-Maßnahme mit Mitteln des Landes so umgestaltet worden, dass er für Fußgänger eine städtebaulich akzeptable Verbindung zwischen dem Ostausgang des Bahnhofsgebäudes und der Fußgängerzone Bahnhofstraße sowie dem neuen P + R-Parkplatz an der Dammstraße darstellt. Die von der Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (HCR) finanzierte Überdachung verbindet das Bahnhofsgebäude mit den Bussteigen und dem U-Bahn-Zugang. Das futuristisch gestaltete Dach gewährleistet den Fahrgästen von verschiedenen Verkehrsmitteln einen wettergeschützten Umstieg.

Technische Daten

Gesamte umgestaltete Verkehrsfläche (IV / ÖV) circa 22.000 Quadratmeter
davon reine Bussteigfläche (ZOB): circa 2.200 Quadratmeter

Kanalverlegung: circa 175 Meter

Dachfläche: circa 2.800 Quadratmeter
(circa 142 Meter Länge, maximal 26,3 Meter Breite)

Umbau U-35 Pavillon Komplettsanierung circa 185 Quadratmeter

Haltestellen:
- 4 Haltestellen für Standardlinienbusse
- eine kombinierte Haltestelle für zwei Linienbusse (Standard- und Gelenkbus)
- 4 Haltestellen für Gelenkbusse
- eine Reisebushaltestelle

Bus-Linienverkehr:
- 7 HCR-Linien
- je 1 Linie BOGESTRA und Vestische

Weiterer Linienverkehr:
- 1 U-Bahn-Linie
- 3 SPVN-Linien

Radverkehr:
Bau von Radwegen im Zuge Cranger Straße/Westring und Bahnhofsvorplatz.
Bau einer überdachten Fahrradabstellanlage für 56 Fahrräder
(circa 100 qm Glasdachfläche )
Gestaltung von 6 Fahrradboxen für 12 Fahrräder

Beleuchtung:
- Dachbeleuchtung (öffentliche Beleuchtung Bussteig) 31 Stück
- Effektbeleuchtung (private Dachbeleuchtung) circa 60 Stück
- Mastleuchten (öffentliche Beleuchtung Straßen / Plätze) 36 Stück

Behindertenleitstreifen circa 400 Meter

Bäume (geplant) circa 45 Stück
Grünfläche: circa 1.700 Quadratmeter

Gesamtbauzeit: 23. Juni 2003 bis 29. Oktober 2004 

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