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Gender Mainstreaming

Frau sitzt am Lenkrad eines Autos. © istock-photo

Frauen und Männer sind rechtlich gleichgestellt. Sie leben jedoch - nicht nur aufgrund biologischer Tatsachen - in verschiedenen Welten. Auch im gesellschaftlichen Leben erfüllen Frauen und Männer unterschiedliche Rollen und Aufgaben.

Gender Mainstreaming ist ein Konzept, das davon ausgeht, dass sich die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern in vielen Bereichen unterscheidet. Demzufolge wirken sich auch alle Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung - ob nach innen, hinsichtlich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder nach außen, als Verwaltungshandeln für Bürgerinnen und Bürger - auf die Geschlechter unterschiedlich aus.

Ziel des Gender Mainstreaming ist es, den Aspekt der Chancengleichheit von Frauen und Männern in alle Politikbereiche, in alle Maßnahmen und auf allen Ebenen einzubinden.
Im Vorfeld durchzuführender Entscheidungen und Maßnahmen fragt Gender Mainstreaming danach, wie sich das jeweilige Vorhaben sowohl auf die Lebenssituation von Männern als auch auf die Lebenslagen von Frauen auswirken kann. Durch diese "Wirkungsprüfung" kann frühzeitig ermittelt werden, ob Frauen und Männer von einer Maßnahme in gleicher Weise berührt oder bestehende Unterschiede zu Lasten eines Geschlechtes noch verstärkt werden.

1996 hat sich die Europäische Union erstmals dem Gender Mainstreaming verpflichtet. 1997 folgte eine Entschließung des Europäischen Parlaments, mit der die Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, die Politik des Gender Mainstreaming in ihre lokale, regionale und nationale Politik zu implementieren. Mit der Ratifizierung des Amsterdamer Vertrages besteht für die Mitgliedstaaten nunmehr eine gesetzliche Verpflichtung zur Umsetzung des Konzeptes.
Mann steht ratlos vor einer Waschmaschine. © istock-photo

Begriffsklärung:
Mit dem Begriff "gender" werden gesellschaftliche und kulturell geprägte Rollen, Rechte, Pflichten, Ressourcen und Interessen von Frauen und Männern bezeichnet.
"Mainstreaming" besagt, dass ein bestimmtes Handeln - hier ein geschlechterbewusstes und -gerechtes - zum normalen und selbstverständlichen Handlungsmuster einer Organisation gehört.

Gender Mainstreaming meint demnach eine Strategie, die die Anliegen und Erfahrungen von Frauen und von Männern in der Planung, Durchführung, Überwachung und Auswertung politischer Maßnahmen selbstverständlich einbezieht.


Informationen zu diesem Thema:
Gleichstellungsstelle
Sabine Schirmer/Angelika Wißmann
Telefon: 0 23 23 / 16 22 05 oder 0 23 23 / 16 22 08
E-Mail:gleichstellungsstelle@herne.de

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