Einen Steinwurf weiter, auf der Obstwiese, hat Hobby-Imker Hartmut Thiel sein Domizil. Besser gesagt, seine Bienen – 16 Völker an der Zahl – haben hier Ende April dieses Jahres eine neue Heimat gefunden. Stattet Thiel seinen Honigproduzenten meist von April bis September einmal wöchentlich einen Besuch ab, muss er in diesem Jahr aufgrund des warmen und sonnigen Oktobers länger durchhalten. Macht er gerne, schließlich pflegt der 46-jährige Eickeler diese Freizeitbeschäftigung schon seit zwölf Jahren.
60.000 bis 80.000 Bienen schwirren im Sommer aus einem einzigen Kasten heraus und nach der Blütentour wieder hinein. Im Winter reduziert sich die Anzahl auf 8.000 bis 12.000 – und Auswärtsflüge sind gestrichen. Ihre Nahrung finden die Bienen dann im Inneren ihrer Behausung: Thiel versorgt sie mit Zuckerwasser. Und erhält dafür als Gegenleistung im Juli 15 bis 20
kg Honig – pro Volk!
Die Obstwiese links liegen gelassen erblicken die Augen Wiesen, Maisfelder, Äcker. Auf einer Parkbank genießt eine Frau die noch erstaunlich kraftvolle Sonne, Spaziergänger flanieren mit ihren Hunden vorbei, in der Ferne das Geräusch eines Hubschraubers. Sattes Grün wechselt sich mit den Farben des Herbstes ab, aus einem Gestrüpp lugt ein Wellblechdach hervor. Ein Zug rattert vorbei. Ansonsten ist nur das sanfte Rauschen der Blätter zu hören... Es sollte immer Oktober sein.