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Das Wappen der Partnerstadt Ometepe

Insel Ometepe - Nicaragua


Ometepe - Insel im Nicaraguasee
Die Insel Ometepe im Nicaraguasee besteht im Prinzip aus den zwei Vulkanen Concepción (1.610 Meter) und Maderas (1.304 Meter), die dem Eiland die Form einer Acht verleihen. Wer von San Jorge aus übersetzt, erkennt schon von weitem den Concepción an seiner Kegelform und an dem Wolkenhäubchen, das darüberhängt. Der kleinere Maderas ist hingegen nach unten abgestumpft. Der See schneidet wunderschöne Buchten in die Insel. In der Nähe von Moyogalpa reicht eine baumbestandene Landzunge weit in den See hinein. Der graubraune Lavasand ist mit Splittern von Muschelschalen durchsetzt, die in der Sonne blinken.

Wenn das Schiff angelegt hat, bietet sich dem Besucher ein malerisches Bild: Fischer gestikulieren in ihren Booten, am Strand weiden Pferde, Maultiere und Zebus.
Als der Rat der Stadt Herne am 12. Mai 1987 die Städtepartnerschaft mit Ometepe beschloss, orientierte er sich allerdings nicht an diesem Bild: Von "besonderer Art" solle sie sein, die freundschaftliche Verbindung, den spezifischen Bedürfnissen der Insel entsprechend. Der Schwerpunkt sollte auf konkreten Hilfsmaßnahmen liegen. Der 1986 gegründete Verein "Hermanidad - Städtepartnerschaft Ometepe-Herne" unterhielt schon seit einigen Jahren Kontakte nach Mittelamerika, hatte Hilfsmaßnahmen gestartet und die Herner in vielen Veranstaltungen über die dortige Situation informiert. Auf diese Erfahrungen konnte die Stadtverwaltung aufbauen. Vertreter aus beiden Kommunen unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag am 24. Mai 1988.

Auf Ometepe wohnen etwa 30.000 Einwohner, die sich ungefähr zu gleichen Teilen auf die Gemeinden Moyogalpa und Altagracia verteilen. In den Hauptorten leben 3.000 bis 4.000 Menschen, der Rest der Bevölkerung in 25 Dörfern und Streusiedlungen.
Die mittlere Jahrestemperatur schwankt zwischen 25 und 30 Grad Celsius, die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 75 Prozent - auf Ometepe herrschen also tropische Verhältnisse. Wer die Insel durchquert, begegnet vielen Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, auf Maultieren oder auf Rindern reiten. Manche tragen einen Wasserbehälter. In vielen Ortschaften müssen die Bewohner, meist Frauen und Kinder, das Wasser von einer weit abgelegenen Zapfstelle herantragen. Einer der Orte verfügt zwar über entsprechende Leitungen, die im Rahmen eines Herner Projektes dort verlegt wurden, es fehlen aber die Brunnen. Von 170 Kilometer Verkehrswegen sind nur 33 Kilometer jederzeit befahrbar. Der überwiegende Teil der Insel ist mit Strom versorgt, aber den Generatoren mangelt es an Leistungskraft.
In beiden Gemeinden bestehen neben einer Reihe von Grundschulen je eine Mittelschule. In den Volksschulen unterrichten Lehrer wegen Raummangels in zwei Schichten, Sitzgelegenheiten bringen sich die Schüler von Zuhause mit.
Die Bewohner Ometepes sind benachteiligt, weil sie für ihre Produkte nur niedrige Preise erzielen. Auf der fruchtbaren vulkanischen Erde pflanzen die Bauern Mais, Sesam, Tabak und Zuckerrohr an, den Großteil für den eigenen Bedarf.

Die Tradition der Insel
Vor der Kirche Altagracia stehen sechs lebensgroße indianische Steinskulpturen, die aus einem Menschenkörper und einem Tierkopf bestehen. Die Bewohner behaupten, sie kämen von einem anderen Stern. Im Mai schmücken Frauen zur Ehre Marias das Innere der Kirche täglich mit Girlandenvorhängen aus den weißen Blüten des nicaraguanischen Nationalbaumes. Sie arbeiten die Nacht durch - leider hält das Kunstwerk nur einen Tag lang.
Vorzüglich mundet der Mojarra-Fisch aus dem Nicaraguasee. Man serviert dazu eine Zwiebel-Tomaten-Sauce sowie Salat, gebratene Bananen und Gallo pinto (bunter Hahn), eine Mischung aus Bohnen und Reis. Getrunken wird dazu Rum mit Eiswasser oder Cola. Wer einmal Mojarra isst, will Ometepe nie wieder verlassen, heißt es.

Sehenswertes in der Umgebung
  • Indianische Steinskulpturen in Altagracia
  • Kirche in Altagracia
  • Nicaraguas Hauptstadt Managua ist nur ein Katzensprung
  • Landschaftliche Schönheit der Insel
  • Küsten des Pazifischen Ozeans und der Karibischen See laden zum Baden

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