Seit 1987 wurde die Siedlung in sechs Bauabschnitten denkmalgerecht saniert und modernisiert. 1989 wurde die Modernisierung als Projekt in die Internationale Bauausstellung Emscher Park aufgenommen. Nach zehnjähriger Bautätigkeit wurde die Sanierung im Jahre 1997 abgeschlossen. Für die Erneuerung der Siedlung wurden circa 65 Millionen
DM investiert.
Besonderes Gewicht wurde gelegt auf:
- die werk- und detailgetreue Rekonstruktion der Außenhaut der Gebäude
- die Entwicklung umweltverträglicher und ökologischer Modernisierungsstandards bei der Wahl von Baustoffen und -konstruktionen
- die Sicherung der Gartennutzung in den Innenhöfen
- die Gestaltung des öffentlichen Raumes durch kleinteilige Einzelmaßnahmen
- die Entwicklung siedlungsbezogener Konzepte zur Müllvermeidung, Umweltberatung
etc.
- eine intensive Mieterberatung
- Grundrisse nach neuzeitlichen Wohnbedürfnissen
- alle Ver- und Entsorgungsleitungen und technischen Einrichtungen, die auf den neuesten Stand gebracht wurden.
Neben der Modernisierung der alten Siedlungshäuser, die von
VEBA Immobilien durchgeführt wurde, nutzte die Stadt Herne die Möglichkeit, die Erneuerung auch auf das Wohnumfeld auszuweiten. Es wurden zusätzliche Bäume gepflanzt, Baumscheiben saniert, zwei Spielplätze und die Teutoburgiastraße umgestaltet. In diese Maßnahmen wurden 1,55 Millionen
DM investiert.
Neben der Sanierung der historischen Gartenstadtsiedlung stand für die Stadt Herne und die
IBA Emscher Park das „Gesamtensemble Teutoburgia“ im Blickpunkt. Dazu gehören neben der Zechensiedlung auch:
- die Korte-Düppe-Siedlung
- der Erhalt von Förderturm und Maschinenhaus
- die Umgestaltung des Zechengeländes zum „Kunstwald Teutoburgia“.
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Teutoburgia wurde 1995 der Kunstwald errichtet. Unter Trägerschaft des Kommunalverbandes Ruhrgebiet wurde hier Landschaft als Teil des Grünzugs E wiederhergestellt und für die Menschen aus den umliegenden Stadtteilen zugänglich gemacht. Künstler haben Objekte für den neu angelegten Park entwickelt und so den Übergang von der Siedlung in die Landschaft mitgestaltet. Der Künstler Christoph Schläger hat sein Atelier in der ehemaligen Maschinenhalle und bringt mit seiner Arbeit und spektakulären Kunstaktionen neues Leben auf die Zechenbrache.