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Schnellboot Geier S63

Schnellboot S 63 "Geier"

Die ehemalige Stadt Wanne-Eickel übernahm am 5. Dezember 1964 die Patenschaft über das damalige Schnellboot "Habicht", die alte Stadt Herne am 27. Oktober 1961 die Patenschaft über das damalige Schnellboot "Geier". Nachdem beide Boote Mitte 1975 bzw. 1976 außer Dienst gestellt wurden, übernahm die neue Stadt Herne am 16. Dezember 1976 die Patenschaft über das Schnellboot S 63 "Geier", das am 10. Juni 1976 in Dienst gestellt worden war. Diese Patenschaft dauerte bis zum Ende des Jahres 2005: Zu dem Zeitpunkt wurde die "Geier" außer Dienst gestellt und die Boote der Albatrossklasse wurden durch moderne Korvetten ersetzt.

Grund für die Übernahme der Patenschaften war die Absicht, die Verbundenheit der Bürger mit der Bundesmarine zu bekunden. Seit der Patenschaftsübernahme wurden regelmäßig Besuche und Gegenbesuche durchgeführt.

Mitglieder des Rates, Verwaltungsmitarbeiter, Bürger und Schüler unserer Stadt haben bei ihren Besuchen auf dem Schnellboot das Leben an Bord und bei den besonders beliebten Ausfahrten auch schon mal die "rauhe See" kennen gelernt.

Den Besatzungsmitgliedern wurde bei den Besuchen in unserer Stadt die Möglichkeit gegeben, das Ruhrgebiet zu erkunden. Besonders beliebt waren stets die geselligen Veranstaltungen der beiden Marinekameradschaften Herne und Wanne-Eickel und ein Besuch auf der Cranger Kirmes.

Das Schnellboot S 63 "Geier" war 57,6 m lang, 7,8 m breit und hatte 2,6 m Tiefgang. Es wurde von vier Dieselmotoren mit insgesamt 11 700 KW (16 000 PS) angetrieben und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 38 Knoten (ca. 70 km/h). Die Besatzungsstärke betrug 40 Mann.

Heimathafen des Schnellbootes war bis 1994 Olpenitz, danach Rostock-Warnemünde.

Die enge Unterbringung an Bord oder die langen Abwesenheiten von der Heimat waren prägende Kennzeichen des Dienstes an Bord unseres Patenschiffes. So befand sich das Boot z.B. vom 1. Oktober bis 20. Dezember 2003 zu einem Einsatz in Cadiz in Spanien. Grund hierfür war eine Anforderung des Bootes durch die NATO nach den Anschlägen auf das World-Trade-Center in New York am 11. September 2001. Der Auftrag des Bootes bestand im Schutz von Handelsschiffen bei der Durchfahrt durch die Straße von Gibraltar.


Wenn Sie Fragen zum ehemaligen Patenschiff haben, wenden Sie sich bitte direkt an:
Dorothee Schmitz,
Telefon 0 23 23 / 16 26 64
E-Mail: dorothee.schmitz@herne.de

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