Rund 95
% der Delikte werden von Männern verübt. Frauen und Kinder sind nun besser geschützt; sie haben das Recht, in ihrer Wohnung und damit in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können.
Die gesetzlichen Regelungen haben noch einen weiteren positiven Effekt: Die Polizei erfasst die Delikte häuslicher Gewalt in einer Statistik. Durch diese Maßnahme wird häusliche Gewalt in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar und verbirgt sich nicht länger im Bereich der „reinen Privatsphäre“.
Schon im Dezember 2000 hat sich in Herne – auf Initiative der Gleichstellungsstelle und des Frauenhauses – der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“ gegründet. Dieser Arbeitskreis entwickelte konkrete Verfahrensschritte zur Umsetzung der gesetzlichen Regelungen in Herne.
Das Zusammenwirken vieler Einrichtungen und Organisationen ist in den letzten Jahren intensiviert worden. Diese Vernetzung zahlt sich für die Opfer häuslicher Gewalt aus: Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt hat umfangreiche Schulungen für soziale Institutionen, Schulen, Kindergärten und -tageseinrichtungen organisiert. Die Schulungsteilnehmer/innen verfügen nun nicht nur über einen hohen Informationsstand zum Thema, sondern werden im jeweiligen Einzelfall vermittelnd tätig und leiten Betroffene an die zuständigen Fachstellen weiter.
Ein weiteres Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist die vorliegende Broschüre gegen häusliche Gewalt, die in der zweiten Auflage vor dem Hintergrund intensiver Diskussionen und der praktischen Erfahrung der beteiligten Fachleute entstanden ist.
Broschüren und
Flyer in deutscher, türkischer, russischer, englischer, französischer, arabischer, persischer und thai Sprache stehen zum Herunterladen in der rechten Navigation zur Verfügung.
Informationen zu diesem Thema:
Gleichstellungsstelle
Sabine Schirmer/Angelika Wissmann
Telefon: 0 23 23 / 16 22 05 oder 0 23 23 / 16 22 08
E-Mail:
gleichstellungsstelle@herne.de