Meldung vom 30. August 2019

Bewohner dürfen zurück in ihre Wohnungen

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Johannes Chudziak haben am Freitag, 30. August 2019, die aktuelle Situation für die Bewohner und Anwohner der Bruchstraße vor Ort erläutert. Die Bewohner der evakuierten Häuser dürfen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Statement von Stadtrat Johannes Chudziak:

„Vorab die wichtigste Nachricht: Zwar haben wir die Schlange nicht gefunden, aber wir haben Maßnahmen ergriffen, die den Bewohnern die Rückkehr ins Gebäude ermöglicht. Das will ich Ihnen nun erläutern.

Die Reptiliengruppe der Feuerwehr Düsseldorf hat gestern Abend ihren Einsatz beendet. Das war ein weiterer Schritt in unserem gestaffelten Vorgehen. Nach der Alarmierung am Sonntag haben wir im ersten Schritt die unmittelbare Suche im Gebäude samt der dann getroffenen Evakuierungsmaßnahmen und Sicherheitshinweisen eingeleitet. Der zweite Schritt war das Ausstreuen von Mehl und das Ausbringen der Klebefallen verbunden mit weiterer Suche. Danach folgte der Einsatz der Feuerwehr Düsseldorf.

Die Reptiliengruppe der Feuerwehr Düsseldorf hat zunächst sämtliche Kellerräume systematisch überprüft und alle Öffnungen durch die die Schlange hätte gelangen können abgedichtet sowie die Türen in die Obergeschosse schlangendicht verschlossen. In der Folge wurden sämtliche Wohnungen vollständig durchsucht. In 14 der 18 Wohnungen in den Häusern hätte die Schlange aufgrund der baulichen

Gegebenheiten nicht gelangen können, gleichwohl hat auch dort die Durchsuchung stattgefunden. Das Ergebnis der Untersuchung der Wohnungen ist, dass diese ohne Zweifel schlangenfrei sind. Sämtliche möglichen Zugänge für die Schlange sind doppelt verschlossen worden. Außerdem wurde der Dachboden untersucht und ebenfalls alle Ein- und Ausgänge sowie Durchschlupfmöglichkeiten verschlossen. Nach dieser Maßnahme ist sichergestellt, dass sich in den Wohnungen die Schlange nicht aufhalten kann und keine Möglichkeit besteht, dass diese in die Wohnungen oder den Flur gelangen kann.

Die schlangendicht-verschlossenen Keller- und Dachbodentüren werden amtlich versiegelt und mit entsprechenden Warnschildern versehen. Die Versiegelung wird zweimal täglich durch die Stadt überprüft.

Vor diesem Hintergrund haben wir entschieden, den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, in ihre Wohnungen zurückzukehren. Das tun wir, weil wir die erforderliche Sicherheit haben, dass die Schlange sich nicht in den Wohnungen oder im Hausflur befindet und dort auch nicht hingelangen kann. Im Rahmen dieser Rückkehrmöglichkeit müssen die Bewohner schriftlich versichern, dass sie die gesperrten Bereiche nicht betreten und die gesperrten Türen nicht öffnen werden.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, werden in den Dachgeschosswohnungen durch eine Fachfirma die Dachfenster durch entsprechenden Fensterschutz gesichert, um ein Eindringen der Schlange über das Dach zu verhindern.

Die Bewohner werden im Moment über die Entwicklung informiert. Wir hoffen, dass die Situation der Bewohner sich hierdurch entspannt. Wir gehen davon aus, dass wir die Schlange durch unsere Maßnahmen im Gebäude isoliert haben und diese aufgrund von Wasser- und Futtermangel verendet. Die am Mittwoch erwogene Möglichkeit einer Begasung der Gebäude wird damit zurückgestellt.

Nichtsdestotrotz bleiben die bekannten Warnhinweise für das Umfeld bestehen, auch wenn die Schlange bisher nicht außerhalb des Gebäudes gesichtet wurde.

Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld. Wir wissen, dass es sich hierbei um eine schwierige Lage handelt. Wir bedanken uns ausdrücklich für die besonnene Kooperation. Das ist aufgrund dieser Ausnahmesituation nicht selbstverständlich.“

Am Rande des Pressetermins haben Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Stadtrat Johannes Chudziak auch mit den Anwohnern der Bruchstraße gesprochen. Während Bewohner der Häuser schon kurze Zeit nach dem Termin in ihre Wohnungen gingen, lobten sie die Kommunikation und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte von Ordnungsamt und Feuerwehr.

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