Meldung vom 10. September 2019

Nachbearbeitung zur entlaufenen Schlange in vollem Gange

Die Stadt Herne stellt klar, dass sie entgegen gestrigen Medienberichten absolut sicher ist, dass der Schlangenhalter voll verantwortlich für die Geschehnisse rund um die Ende August entwischte Kobra ist. Es bestehen keine signifikanten Zweifel, dass die am 30. August wieder eingefangene Schlange aus dem Fundus des Hausbewohners stammt.

Schon aufgrund der Tatsache, dass im weiteren Umfeld keine weiteren Schlangen gehalten werden, ist es unglaubwürdig anzunehmen, dass eine solche Schlange zufällig im Haus mit einer übermäßig großen Ansammlung – wie sie der Schlangenhalter hatte – auftritt, ohne aus dessen Bestand zu stammen. Die Stadt Herne hat gestern lediglich mitgeteilt, dass zurzeit immer noch weitere Spurenüberprüfungen vorgenommen werden, um auch die nahezu absurde Behauptung des Schlangenhalters, die Schlange sei vermutlich zugelaufen und stamme nicht aus seinem Bestand, durch den Abgleich des vorhandenen Bildmaterials mit der nun gefangenen Schlange zu widerlegen. Diese Arbeiten dauern an und gestalten sich aufgrund der mittlerweile deutlichen Verweigerungshaltung des Schlangenhalters etwas schwieriger, da dieser der Stadtverwaltung beispielsweise einen Zugriff auf in seiner Wohnung vorhandene Spuren (Schlangenhäute) nicht ermöglicht hat. Es wurde gestern betont, dass die Stadt keine Rechtsgrundlage für eine zwangsweise Durchsuchung der Wohnung hat. Die Erstellung des an den Störer gerichteten Leistungsbescheides, also der Rechnung für die angefallenen Kosten, bedarf noch etwas Zeit, da noch Einzelrechnungen angefordert und zusammengestellt werden. Momentan geht die Stadt Herne von einer mittleren fünfstelligen Summe aus, die dem Schlangenhalter in Rechnung gestellt werden wird. Darüber hinaus ist durch den Fachbereich Öffentliche Ordnung ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit dem Ziel, den unsachgemäßen Umgang des Schlangenhalters mit gefährlichen Tieren zu ahnden, angestoßen worden.