Meldung vom 16. September 2019

Ein Pflänzchen schlägt Wurzeln!

„Viel hilft viel!“ könnte das Motto für die zweite Spielzeit des Jahre 2019 im Alten Wartesaal im Bahnhof Herne lauten. Nach einem überaus erfolgreichen Frühjahrsprogramm mit über 1700 Besucher konnte das neue Veranstaltungsangebot sogar noch einmal erweitert werden.

Das Emschertal-Museum der Stadt Herne, das für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet, setzt dabei auf einen Mix aus Etabliertem und Neuem. „Wir freuen uns darauf, dass uns einige unserer „alten Hasen“ wieder unterstützen. Hierzu zählen vor allem der Pottporus e.V., aber mittlerweile auch das Team um den HERBERT oder das theaterkohlenpott“, berichtet Katrin Lieske vom Emschertal-Museum. Auch der beliebte Näh-Workshop „ARTbags“ sei kurzerhand vom Schloss Strünkede entliehen worden, um noch mehr Teilnehmer*innen das Gestalten von individuellen, nachhaltigen Taschen zu ermöglichen. Neben festen Kooperationen entstehen in jeder Spielzeit auch Projekte mit neuen Künstler*innen: Diesmal zum Beispiel eine Ausstellung mit der Fotografin Meike Poese, die ihre intensiven schwarz-weiß Porträts zeigen wird.

Ein besonderes Schmankerl spart man sich außerdem bis zum Schluss auf: Zum Jahresabschluss am 22. Dezember 2019, gibt sich das Ensemble „Die Spielkinder“ mit Gästen die Ehre. Das Stück „Groß, größer, am kleinsten!“ ist zuvor bereits bei den Ruhrfestspielen und in den Flottmann-Hallen aufgeführt worden. „Ein bisschen stolz sind wir schon, dass wir mit unserem vergleichsweise kleinen Wartesaal die Möglichkeit bekommen, ein solches Schauspiel-Kaliber zeigen zu können!“, betont Katrin Lieske.

Bei der Zusammenstellung legen die Programmverantwortlichen jedoch größten Wert darauf, nicht allein auf Quantität zu setzen. „Bei der Entwicklung eines jungen Kulturortes müssen die Künstler Freiheiten bekommen, sich kreativ zu verwirklichen und auszuprobieren!“, betont Chris Wawrzyniak, der die Netzwerkarbeit und strategische Entwicklung des Wartesaals unterstützt. „Gleichzeitig schauen wir ganz genau, welche Formate gut funktionieren und wie wir diese dann gemeinsam mit den Künstler*innen weiterentwickeln können. Wir verstehen uns gewissermaßen als Labor für junge Kultur in Herne.“, so Wawrzyniak weiter. Mit dem Programm für die Monate September bis Dezember scheint dies gelungen zu sein.

Die Veranstaltungen im Überblick (PDF, 7.934 KB)