Meldung vom 26. September 2019

Integrationsprojekt feiert Abschluss

„Es war ein Übermaß an Anstrengung“, so brachte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda rückblickend die großen Herausforderungen auf den Punkt, welche die Stadt Herne und viele Ehrenamtliche seit 2015 im Rahmen der Integration von Neuzugewanderten gemeistert haben. Grund für die Rückschau war der feierliche Abschluss des Projekts „Integration von Neuzugewanderten“ am Mittwoch, 25. September 2019 im Stadtteilzentrum Pluto.

„Ich danke den vielen aktiven Menschen in unserer Stadtgesellschaft und ich danke auch den Menschen, die mit Integrationswillen zu uns gekommen sind“, sagte der Oberbürgermeister. Gemeinsam mit Stadträtin Gudrun Thierhoff und den Stadträten Johannes Chudziak und Dr. Frank Burbulla zog er Bilanz. Einhellig betonten die Repräsentanten der Stadt, dass die Aufgabe der Integration nicht mit dem formalen Abschluss beendet sei und würdigten das große und vielfältige Engagement der Ehrenamtlichen. „Wir führen die Integrationsarbeit natürlich weiter, nur nicht mehr in Projektform, sondern mit klar geregelten Verantwortlichkeiten in der Verwaltung“, erklärte Gudrun Thierhoff. Sie hatte die Verantwortung für das Projekt getragen, Johannes Chudziak und Dr. Frank Burbulla oblag mit ihr die Projektlenkung. „Die Stadt Herne hat von dem Projekt profitiert. Wir haben neue Strukturen und Vernetzungen geschaffen, die uns auch bei anderen Herausforderungen helfen“, so Thierhoff. Sie betonte auch, dass Bund und Land in der Pflicht seien die wichtige Integrationsarbeit in den Kommunen zu finanzieren. Johannes Chudziak erinnerte an die Anstrengungen, als es darum ging 2015 binnen weniger Stunden Unterkünfte für Personen herzurichten, die durch das Land zugewiesen worden waren. Sporthallen wurden dafür vorübergehend genutzt und eine Zeltunterkunft für kurze Zeit auf einem Sportplatz errichtet. Dr. Frank Burbulla sagte: „Es war ein sehr erfolgreiches Projekt.“ Und verwies auf die rechtlich manchmal schwierigen Rahmenbedingungen: „Es gab viele gesetzliche Änderungen und manche Gesetze hatten nur ein geringe Halbwertzeit.“

Diesen schweren Rahmenbedingungen zum Trotz vieles für Herne und die neu Hinzugezogenen auf die Beine gestellt zu haben, feierten entsprechend verdient die Gäste des Projektabschlusses bei Ansprachen, Kulturangeboten und Kuchenhäppchen.