Meldung vom 31. Oktober 2019

LIST Develop Commercial stellt optimierte Pläne für Quartiersentwicklung in Herne-Baukau vor

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben der Oldenburger Projektentwickler LIST Develop Commercial und die Stadt Herne jetzt das eränderte Konzept für den ersten Bauabschnitt im neuen Dienstleistungspark Schloss Strünkede im Stadtteil Baukau vorgestellt.

„Wir wollen den Fokus noch mehr auf die in dem Stadtteil notwendige Nahversorgung legen“, erklärt Michael Garstka, Geschäftsführer von LIST Develop Commercial. Der Projektentwickler hatte 2017 den Zuschlag für das rund 24.000 Quadratmeter Areal im zukünftigen Dienstleistungspark erhalten. Auf dem Grundstück, auf dem sich derzeit noch ein Sportplatz befindet, soll in Zukunft ein Wohn- und Geschäftszentrum mit einem Mix aus Handel, Büro, Dienstleistung, Gastronomie und Wohnen entstehen. Angepasst wurde das Konzept nur in Bezug auf den nördlichen Teil des Areals, der eine gewerbliche Nutzung vorsieht. Der südliche Teil, in dem rund 88 Wohneinheiten geschaffen werden sollen, bleibt wie ursprünglich geplant.

Nutzungsmix aus Handel, Büro, Dienstleistung und Parken

Die Idee mehrerer kleiner Handelsflächen wurde zugunsten eines weiteren Lebensmitteleinzelhändlers aufgegeben. Angedacht ist, dass sich im Erdgeschoss ein Vollsortimenter mit rund 1.800 Quadratmetern, ein Discounter mit rund 1.200 Quadratmetern und eine Drogerie mit rund 650 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden. Ebenfalls angepasst ist das Konzept der Stellplatzanlage, die kundenfreundlicher durch eine Umgestaltung und eine damit einhergehende Neuanordnung der Parkplätze wird. Sie liegt nun konzentrierter im östlichen Teil des Grundstücks und ist bequemer für die Kunden erreichbar, was den Fokus des Quartiers auf den Handel unterstützt. Die geplanten fünfstöckigen Büroflächen sowie ein dreigeschossiges Ärztehaus jeweils ab dem ersten Obergeschoss bleiben bestehen. Genauso sind die Gastronomie im Erdgeschoss und der sich daran anschließende Marktplatz weiterhin im Konzept vorgesehen. Sebastian Grochowiak, zuständiger Projektentwickler bei LIST Develop Commercial, gibt einen Einblick in die Motive für die jetzige Anpassung des Konzeptes: „Im Stadtteil Baukau gibt es ein Nahversorgungsdefizit – speziell das südlich unseres Grundstücks gelegene W ohngebiet weist eine Lücke nach dem W egzug eines wichtigen Nahversorgers vor einigen Jahren auf. Mit einer breiteren Palette an Angeboten in diesem Segment wollen wir diese Lücke schließen.“

Gutachten, die die Situation für das angepasste Konzept, bewerten sollen, hat LIST Develop Commercial bereits beauftragt. „Die Gutachten sind wichtig, da sie das Fundam ent für die Ansiedlung darstellen“, erläutert Grochowiak. „Darüber hinaus sind wir bereits in Gesprächen mit möglichen Mietern, die großes Interesse an dem Bauvorhaben zeigen.“ Bis Mitte des nächsten Jahres erwartet der Projektentwickler daneben einen Satzungsbeschluss zum Bauleitplanverfahren. Anschließend kann der Bauantrag eingereicht werden.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Neben den Veränderungen des Konzeptes stehen Stadt und Projektentwickler derzeit im Gespräch darüber, inwiefern das Forschungsprojekt R2Q für die Quartiersentwicklung genutzt werden kann. Das von der Stadt Herne in Zusammenarbeit mit der FH Münster, der RWTH Aachen und der TU Berlin ins Leben gerufene Projekt hat als Ziel, bestehende Ressourcen mit Bedacht zu nutzen und gleichzeitig den Verbrauch von wertvollen Rohstoffen zurückzufahren. „Wir begrüßen, dass wir jetzt mit dem optimierten Konzept auf die Zielgerade einbiegen – nächstes Jahr geht’s los, jetzt auch noch stärker fokussiert auf unser Leitmotiv: Mit Grün. Mit Wasser. Mittendrin“, erklärt Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
„Wir sind gespannt darauf, inwiefern wir die Erkenntnisse des Forschungsteams nutzen können, um das Bauvorhaben noch nachhaltiger zu gestalten“, freut sich Garstka. „Wir haben zwar schon bei unserer Planung auf zahlreiche nachhaltige Aspekte wie beispielsweise das Schaffen von möglichst vielen Grünflächen und das Einsetzen von natürlich gestalteten Regenrückhalteeinrichtungen gesetzt, trotzdem holen wir uns gerne auch Inspiration von außen.“