Meldung vom 14. November 2019

Roboter erobern die Stadtbibliothek

Am Freitag, 22. November 2019, und Freitag, 13. Dezember 2019, finden in den Stadtbibliotheken Herne-Mitte und Herne-Wanne von 15 bis 18 Uhr die Maker Days statt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können erste praktische Erfahrungen mit Programmieren, Robotik und neuen Technologien sammeln.

„Einfach machen und Spaß haben“, so lautet das Motto des digitalen Angebots der Stadtbibliothek. „Die Maker Days sollen zeigen, was die Bibliothek heute ist: Es geht nicht mehr nur ums Lesen, sondern um viel, viel mehr“, beschreibt Ingrid von der Weppen, Leiterin der Stadtbibliothek, die Leseförderung mit digitalen Mitteln. Das Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Roboter der Stadtbibliothek sollen den Schulen dabei helfen, die Vorgaben des Ministeriums zur Medienkompetenz umzusetzen. Ab nächstem Jahr können Schulen die Roboter auch ausleihen.

Bei den Maker Days können die Roboter Bee Bot, Blue Bot, Ozobot, Thymio und Dash ausprobiert werden. Nadine Henßen, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek, erklärt: „Nach Rücksprache haben wir uns für diese Roboter entschieden, da sie sehr kompakt sind und sich für Bibliotheken eignen.“ Auch der 3D-Drucker und die VR-Brille zählen zum Angebot. Eine Anmeldung für die Maker Days ist nicht erforderlich.

Roboter wie die Bee Bots und Blue Bots eignen sich für Vorschulkinder bis zur zweiten Klasse. Die kleinen Bienen und Käfer können über Tasten durch ein Labyrinth gesteuert werden. Die kleinen Ozobots sind für Schüler*innen bis zur sechsten Klasse geeignet. Sie bewegen sich nach Farbcodes über ein Papier, nachdem sie über ein Tablet programmiert wurden. Thymios eignen sich für Schüler der Sekundarstufe eins und weichen Hindernissen durch ihre Sensoren aus. Ob diese Roboter auf ein Hindernis zufahren oder ihm ausweichen, wird durch ihre vorprogrammierte Stimmung beeinflusst. Der Roboter Dash kann sprechen, leuchten und durch die Bibliothek tanzen oder Rallyes fahren. Mithilfe einer App wird sein Verhalten gesteuert. „Die Stadtbibliothek will analog mit digital verknüpfen und mit den Robotern Geschichten erzählen“, erklärt Ingrid von der Weppen den zukunftsorientierten Weg der Bibliothek.