Meldung vom 06. Dezember 2019

Umgang mit Nil- und Kanadagänsen vorgestellt

Die Stadt Herne wird auf ihren Flächen keine Nil- oder Kanadagänse schießen oder auf andere Weise töten. Das hat Stadtrat Karlheinz Friedrichs am Donnerstag, 5. Dezember 2019, gemeinsam mit Heinz-Jürgen Kuhl, Leiter des Fachbereichs Stadtgrün, und dessen Stellvertreter Thilo Sengupta erklärt.

Stattdessen soll nun für zunächst drei Jahr auf andere Weise versucht werden, die Population zu regulieren.

Das Vorgehen umfasst dabei fünf Maßnahmen:

  • Die Stadt Herne wird im Umfeld der Ostbachteiche, an den Gewässern am Schloss Strünkede, im Dorneburger Park und im Wanner Stadtgarten bislang kurz gehaltene Rasenflächen in Langgraswiesen umwandeln, welche die Tiere üblicherweise meiden.
  • Die Uferzonen werden durch Bepflanzungen und den Verzicht auf Gehölzrückschnitte für die Tiere unattraktiv gemacht.
  • Hinzu kommen neue Schilder, die zum einen auf das schon seit Jahren bestehende Fütterungsverbot hinweisen, zum anderen aber auch die Gründe für das Verbot erklären.
  • Die Stadt Herne wird verstärkt kontrollieren, ob das Verbot beachtet wird.
  • Nicht zuletzt unterstützt die Stadt Herne logistisch das bürgerschaftliche Engagement, das sich im Zuge der Debatte um den ursprünglich beabsichtigten Abschuss einzelner Tiere entwickelt hat.
Diese Maßnahmen hat die Stadt Herne aus eigenen Erkenntnissen und den Vorschlägen entwickelt, die sie von NABU, BUND, Project Blue Sea, PETA und der Bürgerinitiative Wasservögel erbeten hatte. Die von den Organisationen eingesandten Anregungen hatte die Biologische Station begutachtet.

Aufgrund der starken Population der Tiere und der damit einhergehenden Belastungen für die Gewässer durch Kot und der durch die Exkremente verschmutzten Wege und Wiesen hatte die Stadt Herne im Sommer noch zunächst einen gezielten Abschuss einzelner Tiere vorgesehen, was jedoch dann aufgrund von Einwendungen verworfen wurde.