Meldung vom 13. Dezember 2019

Stadt Herne für Chancengleichheit ausgezeichnet

Sabine Schirmer-Klug und Cordelia Neige

Die Stadt Herne wurde als eine von 60 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden bei einer bundesweiten Veranstaltung des Vereins TOTAL E-QUALITY in der Bayerischen Akademie der Wissenschaft in München für ihre zukunftsorientierte, erfolgreiche und nachhaltige Personalpolitik ausgezeichnet.

„Die Stadt Herne schafft gleiche Rahmenbedingungen für beruflichen Erfolg und fördert Karrieren von Frauen. Die Summe wertgeschätzter Individualität schlägt sich in einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeitenden, in ihrer Bindung als kompetente, engagierte Fachkräfte und letztlich im Erfolg der Organisation nieder. Sie steigert mit dieser Auszeichnung ihre Attraktivität als Arbeitgeber nach innen und außen“, so Udo Noack, stellvertretender Vorsitzender des TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. Bei der Preisverleihung waren Sabine Schirmer-Klug, Leiterin der Gleichstellungsstelle und ihre Kollegin Cordelia Neige anwesend. Das Prädikat TOTAL E-QUALITY wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung gilt für jeweils drei Jahre und ist das Ergebnis eines umfangreichen Bewerbungsprozesses.

In der Begründung der Jury heißt es: Die Stadt Herne wird in diesem Jahr zum ersten Mal mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Jahre 2019 bis 2021 ausgezeichnet. Die Verwaltung hat 2.984 Mitarbeitende, darunter 58 Prozent Frauen. In Führungspositionen arbeiten 130 Männer und 67 Frauen, der Frauenanteil liegt damit bei 34 Prozent. Vier Männer und 15 Frauen sind Führungskräfte in Teilzeit. Erste Maßnahmen zur Chancengleichheit gibt es seit 1987, systematisch verfolgt wird sie seit 1991.

Neben den weit verbreiteten Schwerpunktthemen wie der gleichberechtigten Teilhabe im Beruf, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen bemüht sich die Stadt Herne auch um die Verbesserung der Erwerbssituation von Frauen, um Maßnahmen zum Thema „Häusliche Gewalt“ und Beratung in schwierigen Familiensituationen rund um Trennung. Geplant ist die Aufwertung der Gleichstellungsstelle in ein Büro für Vielfalt und Chancengleichheit. Neben Coaching für Frauen in Führungspositionen und einem Mentoringprogramm für Frauen gibt es ein Qualifizierungsprogramm für die erste Führungsebene, das einen Diversity-Baustein enthält und einen Workshop „Chancengleichheit“ für Auszubildende.

Laut Gleichstellungsplan der Stadt soll das Manko, dass der Anteil der Frauen in Führungspositionen (Fachbereichsleitungen und stellvertretende Fachbereichsleitungen) insgesamt immer noch bei nur 34 Prozent liegt, obwohl 52 Prozent der Mitarbeiterschaft Frauen sind, bald überwunden werden. Flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie ein Eltern-Kind-Tag runden das Angebot im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ab.