Meldung vom 24. Januar 2020

Lidl entwickelt Fläche für neues Lebensmittelverteilzentrum HerBo43

Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im WDR-Interwiev

Lidl stellt die Weichen für die Zukunft in der Region: Bereits im vergangenen Jahr hat das Handelsunternehmen den Grundstücksvertrag für ein zusätzliches 11,4 Hektar großes Grundstück neben dem Bestandsobjekt an der Südstraße in Herne unterzeichnet.

• Bau eines hochmodernen und nachhaltigen Logistik- und Verwaltungsstandortes geplant

• Rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region

• Spatenstich für 2023 geplant

Damit werden die Pläne für das interkommunale Gewerbegebiet HerBo43 deutlich vorangetrieben, denn die neuen Flächen liegen sowohl auf Herner als auch Bochumer Stadtgebiet. Lidl plant dort den Neubau seines Lebensmittelverteilzentrums mit rund 40.000 Quadratmetern Lagerfläche, dem höchste Nachhaltigkeitsstandards gerecht werden. Die neue Immobilie soll das mittlerweile 21 Jahre alte, bestehende Logistik- und Verwaltungszentrum in Herne ersetzen. Damit schafft Lidl die Grundlage für die zukunftsfähige Nahversorgung von derzeit 83 Filialen im Vertriebsgebiet, zu dem der Großteil des Ruhrgebiets samt Umland gehört.

Der Grundstücksvertrag ist der erste Meilenstein auf dem Weg zum neuen Standort in Herne bzw. Bochum. Die Grundstücksflächen, die die beiden beteiligten Städte für die Erschließung des Areals benötigen, möchte Lidl den Kommunen zur Verfügung stellen. Die interkommunale Zusammenarbeit beider Städte macht das Projekt HerBo43 zu etwas ganz Besonderem, denn genau für solche grenzüberschreitenden Projekte steht die Metropole Ruhr.

Lidl wird weiterhin Hand in Hand mit den zuständigen Behörden arbeiten, um die bestmögliche Lösung für das neue Lebensmittelverteilzentrum und den Verwaltungsstandort zu finden und bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung sowie die weitere Zusammenarbeit.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch: „Das sind gute Nachrichten für Bochum und Herne. Im neuen Warenverteilzentrum entstehen rund 200 neue Arbeitsplätze. Und die neue Verkehrsanbindung wird zu einer spürbaren Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner in Bochum-Riemke und in Herne führen.“ Sein Herner Amtskollege Dr. Frank Dudda erklärt: „Das neue Lebensmittelverteilzentrum stützt in besonderem Maß die Strategie der Stadt Herne, sich auf dem Sektor der Ernährungsindustrie weiterzuentwickeln.“

Nachhaltiges und energiesparendes Konzept ohne fossile Brennstoffe

Der Neubau soll durch modernste Technik und eine umweltfreundliche Bauweise Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzen. Die Kühlanlagen für die Frischebereiche im neuen Gebäude werden ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben und besonders energiesparend konstruiert. Es ist vorgesehen, die Abwärme der Anlagen mittels hocheffizienter Wärmepumpentechnik für die Klimatisierung des gesamten Lagers und des Verwaltungstraktes zu nutzen, wodurch keine fossilen Brennstoffe zur Beheizung nötig sind. Darüber sollen auf dem Gebäudedach eine Photovoltaikanlage installiert und Regen- und Brauchwasser als Betriebswasser verwendet werden. Überschüssiges Oberflächenwasser wird auf natürlichem Wege in den „Dorneburger Mühlenbach“ abgeführt sowie in das Regenrückhaltesystem des bestehenden Lidl Standortes integriert.

Rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region

Derzeit sind im Logistik- und Verwaltungszentrum Herne rund 240 Mitarbeiter beschäftigt sowie zahlreiche weitere Mitarbeiter in den Filialen. Rund 290 der für Lidl tätigen Mitarbeiter sind wohnhaft in Herne, weitere 260 Mitarbeiter stammen aus Bochum. Sie alle stellen unter anderem die Warenversorgung und den Vertrieb für die Filialen in der Region sicher, betreuen die Filialimmobilien oder kümmern sich um die Belange der Mitarbeiter. Mit dem Neubau steht fest, dass diese Arbeitsplätze weiterhin in Herne und Bochum bleiben. Darüber hinaus sollen mit der Inbetriebnahme des künftigen Logistikzentrums weitere 200 attraktive Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Aufgaben- und Verantwortungsbereichen sowie mit einer langfristigen Perspektive geschaffen werden.