Meldung vom 28. Februar 2020

Gleichstellungsstelle richtet sich neu aus

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Herne wird zum „Büro für Gleichstellung und Vielfalt“ und setzt damit in ihrer Arbeit den Fokus auf vielfältige Benachteiligungen.

Hintergrund für die Neuausrichtung des Büros für Gleichstellung und Vielfalt ist das Urteil des Bundesgerichtshofs im Jahr 2017, den binären Geschlechtsbegriff männlich und weiblich um das dritte Geschlecht zu erweitern. „Vielfalt“ im Namen des Büros bezieht demnach die Benachteiligung von Personen mit diversem Geschlecht mit ein. Aber auch Frauen mit Migrationshintergrund und mit Behinderung umfasst der neu gewählte Begriff.

Diverse Ausrichtung

„Wir hatten schon immer eine sehr diverse Ausrichtung in der Gleichstellungsstelle“, sagt Sabine Schirmer-Klug, Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Diese Ausrichtung des Büros wollen die Mitarbeiterinnen nun weiter ausdifferenzieren und stärken. „Mit der Neuausrichtung können wir Wechselwirkungen von Benachteiligung mehr in Betracht ziehen und mit Maßnahmen beantworten“, so Sabine Schirmer-Klug weiter.

Informieren und sensibilisieren

In einem ersten Schritt des Büros für Gleichstellung und Vielfalt wurde der Flyer „Die Vielfalt der Geschlechter & sexuellen Identitäten“ erstellt, um Begriffe wie „trans“, „inter“, „binär“ und „queer“ zu erklären. Das Büro wolle informieren und sensibilisieren, da es noch Unsicherheiten gebe, so Sabine Schirmer-Klug. In weiteren Schritten werden vermehrt Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Fachbereichen zu Themen der Vielfalt und interne Schulungen folgen. „Wir verstehen unsere Rolle in der Verwaltung als Koordinierungs- und Bündelungsfunktion“, sagt Sabine Schirmer-Klug.

Funktionierende Strukturen

Weiterhin bleibt für die Arbeit des Büros für Gleichstellung und Vielfalt die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts zentral. In der städtischen Verwaltung sei viel erreicht worden in Sachen Geschlechtergleichstellung. „Es sind schon Strukturen installiert, die ganz gut funktionieren“, so Sabine Schirmer-Klug.