Meldung vom 17. März 2020

Covid-19: Keine neuen Fälle – Stadtverwaltung ergreift weitere Maßnahmen

Auch heute, 17. März 2020, sind keine neuen Covid-19-Fälle in Herne aufgetreten. Die Stadt Herne ergreift weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos. Um Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeitende der Stadt Herne gegen Infektionen mit dem Covid-19-Virus zu schützen, werden Arbeitsabläufe bei der Stadtverwaltung anders organisiert. Die städtischen Verwaltungsstandorte werden ab dem morgigen Mittwoch, 18. März 2020, nicht mehr für den Publikumsverkehr frei zugänglich sein. Durch diese Maßnahme werden Kontakte minimiert, die zu einer Übertragung von Covid-19 führen können.

Dringende Anliegen werden trotzdem bearbeitet. Bürgerinnen und Bürger sollen ab sofort telefonisch oder per E-Mail mit der Stadtverwaltung beziehungsweise dem zuständigen Fachbereich Kontakt aufnehmen. Viele Fragen lassen sich bereits auf diesem Wege klären. Sollte eine persönliche Vorsprache notwendig sein, werden die Fachbereiche Termine vereinbaren. Von dieser Regelung sind alle städtischen Standorte – mit Ausnahme der Stadtbibliothek – betroffen. Die Stadt Herne bittet alle Menschen darum, so die gemeinsame Aufgabe, das Virus auszubremsen, zu unterstützen.

Für das Standesamt sind Urkundenbestellungen per Fax, per Post oder per E-Mail an standesamt@herne.de möglich. Geburten können schriftlich angemeldet werden. Eine telefonische Rücksprache ist unter 0 23 23 / 16 – 22 54 erforderlich. Bei Fragen zu Eheschließungen können sich Bürgerinnen und Bürger an das Standesamt unter 0 23 23 / 16 – 22 33 wenden. Eheschließungen selbst führt das Standesamt weiterhin durch. Allerdings bittet die Stadtverwaltung um Verständnis, dass nur das Ehepaar, die Eltern sowie die Trauzeugen in den Trauzimmern an allen Trauorten anwesend sein können. Darüber hinaus bittet die Verwaltung die Hochzeitsgesellschaften, sich nicht in den Räumlichkeiten der öffentlichen Gebäude und auch nicht davor in Gruppen aufzuhalten. Eine entsprechende Information an die Brautleute durch das Standesamt folgt.

Nach einem Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen werden Schulhöfe, Jugendzentren, Spielplätze und auch der städtische Abenteuerspielplatz kurzfristig geschlossen. Auch auf den Besuch der Minizoos am Gysenberg und im Volksgarten Eickel müssen Tierfreunde bis auf weiteres verzichten. Der Kommunale Ordnungsdienst wird bei seinen Rundgängen Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen. Auch das Stadtarchiv hat seinen Publikumsverkehr eingestellt. Trauerfeiern auf den städtischen Friedhöfen finden nicht mehr in den Trauerhallen statt, sondern direkt an Gräbern. Über Details zur Umsetzung hat die Friedhofsverwaltung bereits die Bestattungsunternehmen informiert.

Gewerbetreibende und Händler haben im Moment viele Fragen zur vorübergehenden Schließung von Geschäften. Der Erlass des Landes NRW, der die Lage für Handel und Gewerbe regelt, liegt der Stadtverwaltung aktuell leider noch nicht vor. Daher sind noch keine verbindlichen Aussagen dazu möglich. Sobald der Erlass bekannt ist, wird der Krisenstab über die konkrete Umsetzung entscheiden. Gewerbetreibende können sich mit ihren Fragen aktuell unter der Rufnummer 0 23 23 / 16 - 16 32 an den Fachbereich Öffentliche Ordnung wenden.

Aufgrund der rückgängigen Entwicklung der ÖPNV-Nachfrage wegen des Coronavirus erfolgen Änderungen bei den einzelnen Nahverkehrsunternehmen, die Herne bedienen. Die HCR passt ihr Fahrtenangebot ab Donnerstag, 19. März 2020, montags bis freitags an. Um die öffentliche Mobilität weiter sicherzustellen, gilt ab Betriebsbeginn ein erweiterter Samstagsfahrplan. Zusätzlich wird die Linie 362 auf Basis der samstäglichen Abfahrten im 15-Minuten-Takt unterwegs sein. Der 391er verkehrt im gleichen Takt wie werktags. Alle NachtExpress-Angebote (NE31 bis NE34) werden bis auf weiteres entfallen. Die Einsatzwagen bleiben aufgrund der Einstellung des Schulbetriebs im Depot. Die neuen Fahrplandaten werden voraussichtlich ab dem Umsetzungstag in den digitalen Informationsmedien (Elektronische Fahrplanauskunft und HCR-App) abrufbar sein.

Die Bogestra wird ab Mittwoch, 18. März 2020, ihr Fahrtenangebot montags bis freitags anpassen. Um die öffentliche Mobilität auch in den frühen Morgenstunden weiter sicherzustellen, gilt ab Betriebsbeginn der übliche Montags- bis Freitagsfahrplan. Nach 8 Uhr wird das Angebot auf den Samstagsfahrplan umgestellt. Die Vestische verkehrt ab Betriebsbeginn am Mittwoch, 18. März 2020, bis auf weiteres nach dem Samstagsfahrplan.

Aktuell werden pro Tag rund 25 Abstriche im Diagnosezentrum der Stadt Herne genommen. Aber nicht nur das Diagnosezentrum testet bei Verdachtsfällen, sondern auch Ärzte und Krankenhäuser. Das Diagnosezentrum ist eine Einrichtung zur Entlastung der ansässigen Mediziner und Krankenhäuser.

Für medizinische Einrichtungen, den Rettungsdienst und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts hat die Stadt Herne aktuell 30.000 Atemmasken zusätzlich bestellt. Das Gesundheitsamt steht mit den Klinikbetreibern und der Ärzteschaft in einem engen Austausch.

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