Meldung vom 27. März 2020

Stadt Herne gibt Masken an Pflegeeinrichtungen weiter

Aktuell, Stand 27. März 2020, sind insgesamt 45 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Sechs davon gelten wieder als genesen. Aufgrund vorausschauender Planung gibt es in Herne ausreichend Atemschutzmasken für Berufsgruppen, für die das Tragen einer Maske erforderlich ist.

In Herne stehen für die Berufsgruppen, für die das Tragen einer Atemschutzmaske erforderlich ist, ausreichende Bestände zur Verfügung. Dazu trägt unter anderem eine Lieferung des Landes NRW an die Städte und Landkreise bei. Die Stadt Herne hat aus diesen Beständen 2.640 Schutzmasken erhalten. Diese gibt sie den jeweiligen Bedarfen entsprechend direkt an stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen weiter.

Den Bedarf an Masken für Rettungsdienst und Feuerwehr und spezielle Aufgaben in der Verwaltung hat die Stadt Herne inzwischen durch die erste Lieferung aus einer größeren Bestellung gedeckt. Aus diesen Beständen der Stadt erfolgt außerdem zeitnah eine Versorgung mit Masken für Zahnarzt- und kieferorthopädische Praxen. Da bei den dortigen Behandlungen ein stärkerer Kontakt mit Speichel möglich ist, unterstützt die Stadt Herne hier sehr zielgerichtet. Mit den für die kommende Woche und die Folgewoche erwarteten nächsten Lieferungen werden dann die Bestände in den Krankenhäusern und an anderen Stellen aufgestockt. Engpässe wie offenbar in anderen Städten werden damit bis auf weiteres vermieden.

Mit Stand heute sind in Herne bislang insgesamt 45 Personen positiv getestet worden. Sechs davon gelten bereits wieder als genesen.

Ein starkes politisches Signal des Zusammenhalts in der Stadtgesellschaft hat Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am heutigen Freitag in einer Telefonkonferenz mit den Vorsitzenden der Herner Ratsfraktionen erhalten. In dem Austausch ging es unter anderem um die Gebühren für die Kindertagesbetreuung, den Offenen Ganztag und die Musikschule. Die Stadt Herne hat sie für den Monat April ausgesetzt, was eine finanzielle Mehrbelastung des städtischen Etats von 600.000 Euro bedeutet. Einmütig haben die Fraktionsvorsitzenden in dem Gespräch erklärt, die Hälfte davon zusätzlich im städtischen Haushalt bereitzustellen. Gemeinsam mit den angekündigten Landesmitteln zur Finanzierung der anderen Hälfte ist die finanzielle Entlastung der Eltern damit gesichert.

Eine weitgehend positive Zwischenbilanz zieht die Stadt Herne bei der Einhaltung des Kontaktverbots, das seit Montag gilt. Gemessen an der Einwohnerzahl sind die Hernerinnen und Herner sehr diszipliniert und die Verstöße gering. Die meisten Verstöße, die der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) bislang wahrnahm, waren auf Unachtsamkeit zurückzuführen. Hier reichte den Ordnungshütern daher auch eine Ermahnung. Rund 20 Mal kamen bislang Verstöße zur Anzeige, weil das Kontaktverbot vorsätzlich missachtet wurde. Auf die Personen wartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, da es sich nicht um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat handelt. Auffällig war, dass es sich dabei verstärkt um Jugendliche und junge Erwachsene handelte. Ein Teil von ihnen ist bereits polizeibekannt. Am bevorstehenden Wochenende hält die Stadt Herne in der bewährten Ordnungspartnerschaft mit der Polizei die Kontrolldichte hoch. Bis weit in den Abend hinein wird der - inzwischen auf über 65 Personen aufgestockte - KOD im Stadtgebiet präsent sein und Vergehen konsequent ahnden. Den Anforderungen entsprechend werden die kommunalen Ordnungshüter in den kommenden Tagen personell noch verstärkt.

Die Familien- und Schulberatungsstelle steht Eltern und Familien auch in der derzeitigen Situation zur Seite. Da wegen der Infektionsgefahr keine persönlichen Gespräche stattfinden können, bietet die Beratungsstelle telefonische Beratung an. Erfahrene Fachkräfte beraten Familien in Fragen rund um Erziehung, Familienprobleme und Familienalltag. Auch wenn Familien Unterstützung brauchen, wie sie mit der derzeitigen zum Teil belastenden Situation umgehen können, helfen die Mitarbeiterinnen. Sie unterliegen der Schweigepflicht und werden alle Anliegen vertraulich behandeln. Seit Mittwoch, 25. März 2020, sind die Fachkräfte montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter Telefon 0 23 23 / 16 36 40 zu erreichen.

Weitere Informationen: www.herne.de/corona