Meldung vom 22. April 2020

Herner Schulen sind vorbereitet: Stadt stellt Masken, Seife und Desinfektionsmittel

Ab Donnerstag, 23. April 2020, werden die weiterführenden Schulen in Herne wieder eingeschränkt öffnen. Die Stadt Herne steht in engem Austausch mit den Schulleitungen, vor allem in Fragen zur Hygiene und Sicherheit. Die Angebote des Fachbereichs Kinder-Jugend-Familie stehen nach vorheriger telefonischer Absprache zur Verfügung. Die Stadtbibliothek Herne-Mitte und das Stadtarchiv sind ab Montag, 27. April 2020, unter besonderen Schutzvorkehrungen wieder geöffnet.

Die weiterführenden Schulen in Herne sind gut darauf vorbereitet, am Donnerstag, 23. April 2020, die ersten Schülerinnen und Schüler bestimmter Jahrgänge wieder zu unterrichten. In 15 städtischen Schulen werden Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen lernen, für den Abiturjahrgang ist die Teilnahme am Unterricht freiwillig.

Die Stadt Herne steht in engem Austausch mit den Schulleitungen, vor allem in Fragen zur Hygiene und Sicherheit. Interdisziplinäre Teams der Stadtverwaltung haben alle weiterführenden Schulen besucht und dort die nötigen Vorkehrungen getroffen. Unter anderem wurden Abstandsregeln besprochen.

Laut Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Landesregierung ist der wichtigste Schutz vor Infektionen regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife. Das ist auf jeden Fall in den Schulen gewährleistet. Die Klassenräume werden mit zusätzlichen Papiertüchern und Seife ausgestattet, um allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern genügend Möglichkeit zum Händewaschen zu geben. Zusätzlich stellt die Stadt Herne zum Schulstart jeder Lehrkraft und jedem Schüler und jeder Schülerin einmalig einen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung. Darüber hinaus verteilt die Stadt Herne Desinfektionsmittel an die Schulen und unterstützt so den Start des Lehrbetriebs mit einer Ausstattung, die deutlich über den Landesvorgaben liegt.

Maskenpflicht in NRW

Zur Maskenpflicht, die das Land NRW gemeinsam mit den benachbarten Bundesländern beschlossen hat, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: „Die Maskenpflicht ab dem 27. April entspricht dem Wunsch, den die Kommunen an Frau Ministerin Scharrenbach gerichtet haben. Wir haben von Anfang an eine einheitliche Regelung angestrebt – und wir wollten eine Regelung haben, die die Öffnungsbestimmungen begleitet. Von daher gehe ich davon aus, dass dieser Kompromiss trägt und die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkauf die Öffnungsmaßnahmen so flankiert, dass dem Gesundheitsschutz der Hernerinnen und Hernern auch Rechnung getragen wird.“ Die Stadt Herne bittet Bürgerinnen und Bürger, sich selbst entsprechend mit Masken auszustatten, so wie es der landesweite Erlass vorsieht. Mehr Informationen zur Maskenpflicht gibt es auf der Internetseite des Landes: https://www.land.nrw/

Bibliotheken öffnen wieder

Die Stadtbibliothek Herne-Mitte und das Stadtarchiv öffnen ab Montag, 27. April 2020, wieder unter besonderen Schutzvorkehrungen wieder öffnen. Auch die Stadtbibliothek Wanne wird in der kommenden Woche wieder öffnen. Ausgeliehene Medien können bis Mitte Mai zurückgegeben werden. Wer einen Schnupperausweis hat, kann ihn bis zum 15 Mai 2020 gegen Bezahlung gegen einen regulären Ausweis tauschen. Die Stadtbibliothek wird diese Regelungen flexibel handhaben. Die Stadtbibliothek bittet dringend darum, beim Besuch einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Familien- und Schulberatung öffnet

Die Angebote des Fachbereichs Kinder-Jugend-Familie stehen nach vorheriger telefonischer Absprache zur Verfügung. Auch die Familien- und Schulberatungsstelle ist für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und vereinbart Ersttermine. Die Kitas bieten derzeit die Notbetreuung an, die Jugendfreizeiteinrichtungen sind derzeit noch geschlossen.

Behandlungszentrum arbeitet sehr strukturiert

Das Covid-19-Behandlungszentrum hat am Mittwoch, 15. April 2020, seinen Betrieb aufgenommen. Es bildet eine Ergänzung zum bereits bestehenden Abstrichzentrum und wird von der Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) betrieben. Mit der Einrichtung sollen die Infektionsrisiken in Kliniken und bei niedergelassenen Ärzten minimiert werden. Dr. Eckhard Kampe, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Bochum / Hagen, dazu: „Den Zugang zum COVID-19-Behandlungszentrum gewähren weiterhin vordringlich die Haus- und Fachärzte vor Ort. Sie sollen via Telefon- beziehungsweise Videosprechstunde die Personen identifizieren, die per Fax zur weiteren Behandlung im COVID-19-Behandlungszentrum an-gemeldet werden können.“ Es handelt sich also nicht um eine allgemeinzugängliche Einrichtung. Nur zuvor angemeldete Personen haben Zugang. Der Bereich des Behandlungszentrums ist deutlich von umliegenden Einrichtungen getrennt. Der Zugang erfolgt strukturiert, sodass sich keine Warteschlangen bilden.


Informationen der Stadt Herne gibt es unter www.herne.de/corona .