Meldung vom 27. Mai 2020

Zukunftsstab hat Arbeit aufgenommen

In einem Pressegespräch hat Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Mittwoch, 27. Mai 2020, den Zukunftsstab vorgestellt, den die Stadt Herne eingerichtet hat, um die Entwicklung der Stadt trotz der Herausforderungen durch die Corona-Krise weiter voranzubringen.

„Wir waren vor der Pandemie in einem Aufholprozess, nun wollen wir nicht in eine Schockstarre verfallen“, erklärte der Oberbürgermeister. „Es darf kein Zurück in anfällige Strukturen geben“, so Dr. Dudda weiter. Er machte anhand von Zahlen deutlich, wie groß die Herausforderung für die Stadt ist. So sind in den vergangenen fünf Jahren 4.300 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden, von denen 2.700 an Hernerinnen und Herner gegangen sind. Im Zuge der Krise haben aber über 800 Menschen ihre Arbeit verloren und 10.000 sind in Kurzarbeit.

Um dem zu begegnen hat die Stadt Herne im Zukunftsstab, dem unter anderem neben Kräften aus der Verwaltungsspitze und den Stabsstellen auch Vorstände und Geschäftsführer städtischer Tochterunternehmen angehören, unter der Maßgabe der städtischen Leitmotive urban, digital und international drei wesentliche Aktionsfelder herausgearbeitet. So sollen vor dem Hintergrund in Kürze auf Bundesebene anstehender Beschlüsse zum Ausstieg aus der Steinkohleverstromung und der Stärkung von ehemaligen Kohleregionen die nächsten Schritte zur Entwicklung der International Technology World (ITW) auf dem Blumenthal-Gelände gemacht werden. Entsprechende Beschlussvorlagen legt die Stadt Herne dem Rat für den 23. Juni vor. „Wir wollen aus der ITW die Kraft auf die umliegenden Quartiere lenken“, erklärte Holger Stoye, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Im Blick hat er dabei unter anderem Wanne-Mitte.

Ein zweites konkretes Feld ist die Stärkung der Digitalisierung. Die Stadt Herne beteiligt sich unter dem Vorbehalt eines positiven Votum des Rats unter dem Leitmotiv „Innovation durch Digitalisierung“ an einem Wettbewerb des Bundesinnenministeriums zur Smart City.

„Wir möchten außerdem ein weiteres großes Areal in die Entwicklung bringen“, erklärte Dr. Frank Dudda als dritten Punkt. Er bat jedoch um Verständnis dafür, dass konkretere Angaben hierzu, außer „im Umfeld der Roonstraße“ zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich seien.

Das nächste Treffen des Zukunftsstabs ist für den August vorgesehen.