Meldung vom 11. August 2020

Schulen sind für den Start ins Schuljahr gerüstet

In den 44 Schulen in Herne beginnt am Mittwoch wieder der Schulbetrieb. Für die rund 18.000 Kinder und Jugendlichen und etwa 2.000 Lehrkräfte wird es ein Start unter Cornona-Bedingungen. In einem Pressegespräch am Dienstag, 11. August 2020, haben die Stadt Herne, das Schulamt für die Stadt Herne und die Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Schulformen gemeinsam über den Auftakt ins Schuljahr 2020/2021 informiert.

„Alle Schulformen haben in Herne bislang während der Corona-Pandemie einen Super-Job gemacht“, lobte der für die Schulen zuständige Stadtrat Karlheinz Friedrichs. Kritik äußerte er jedoch am Land NRW. So seien Entscheidungen in Düsseldorf zu spät getroffen und an die Schulen und die Verwaltung kommuniziert worden.

„Zwischen der Stadt Herne als Schulträger und den Schulen besteht ein großes Vertrauen, wir haben eine gute geübte Praxis etabliert und haben kurze und kollegiale Wege der Kommunikation untereinander“, betonte Andreas Merkendorf, Leiter des Fachbereichs Schule und Weiterbildung. Er unterstrich auch die große Bedeutung des städtischen Fachbereichs Gesundheitsmanagement, meist kurz als Gesundheitsamt bezeichnet, als Partner der Schulen. Merkendorf sagte, dass alle Schulen unterschiedlich seien, in Hinblick auf Schülerzahlen, Raumzuschnitt, Beschaffenheit des Schulgrundstücks und bauliche Gegebenheiten. Daher gebe es nicht das eine Hygienekonzept für alle Schulen, sondern individuelle für jede einzelne Schule. Für den Fall einer Corona-Infektion an einer Schule, sei es bei den Schülerinnen und Schüler oder dem Lehrpersonal, werde durch das Gesundheitsamt im Einzelfall entschieden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Einmütig erklärten die Schulleitungen, dass sich das Personal an den Schulen freue, dass die Schulen soweit wie möglich in den Regelbetrieb zurückkehren. „Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern hat gefehlt“, erklärte der für die Haupt- und Förderschulen zuständige Schulamtsdirektor Dieter Leiendecker. Er hob hervor auch, dass es gelte zur Bekämpfung der Pandemie weiter wachsam zu sein. „Wir können uns keine Nachlässigkeit erlauben“, so Leiendecker. Andrea Christoph-Martini vom Schulamt für die Stadt Herne appellierte an die Eltern auch im Alltag außerhalb der Schulen auf ein der Pandemie angemessenes Verhalten der Kinder zu achten.

Informationen gab es auch zur in der Elternschaft diskutierten Maskenpflicht. Für Grundschulen gilt, dass die Kinder nur an ihrem festen Platz im Klassenraum die Maske ablegen dürfen. An den weiterführenden Schulen ist sie auch im Unterricht zu tragen. „Die Maskenpflicht ist notwendig“, sagte Nicole Nowak, Leiterin des Haranni-Gymnasiums als Vertreterin der fünf Herner Gymnasien.

Welche große Bedeutung das Thema Corona in Schulkreisen unterstrich Sylke Reimann-Pérez, die die Gesamtschule Mont-Cenis leitet: „Die Pandemie war das große Thema in den Schulkonferenzen.“

HCR mit umfangreichem Zusatzangebot

Nach intensiven Vorbereitungen sieht sich die HCR für den Schulstart in der Corona-Pandemie gut vorbereitet. Die HCR-Flotte wird mit zahlreichen Einsatzbussen den Linienverkehr auf elf Linien entlasten und für zusätzliche Platzkapazität sorgen. Das umfangreiche Angebot mit rund 50 zusätzlichen Fahrten pro Schultag bringt wieder viele Kinder und Jugendliche sicher zur Schule. Die Einsatzbusse verkehren zwischen 7 Uhr und 17 Uhr und sind nicht nur für Schülerinnen und Schüler zu nutzen, sondern auch für alle anderen Fahrgäste. Die Fahrzeiten können in der HCR-App und in der Fahrplanauskunft unter www.hcr-herne.de abgerufen oder unter der Service Hotline 0 180 6/ 50 40 30 (0,20 €/Anruf aus dem Festnetz, mobil maximal 0,60 Euro/Anruf) erfragt werden.

HCR-Geschäftsführer Karsten Krüger: „Zum Schulbeginn werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Fahrzeuge auf die Straße bringen. Wir haben die Anzahl der zusätzlichen Einsatzfahrten auf den stark frequentierten Hauptachsen zwischen 7 und 8 Uhr nochmals erhöht. Die Nachfrage auf unser Zusatzangebot analysieren wir täglich. Akribische Beobachtungen, Kundenresonanzen und Dialoge mit den Schulen helfen uns bei möglichen Anpassungen.“ Der Gesetzgeber hat den ÖPNV von Beginn der Corona-Pandemie an von der Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstands und vom Ansammlungsverbot ausgenommen. Dennoch konzentriert die HCR alle Anstrengungen darauf, dass sich die Fahrgäste bestmöglich verteilen können. Weiterhin ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an den Haltestellen sowie in Bussen Pflicht. Ein personell verstärktes HCR-Serviceteam überprüft die Einhaltung dieser Verordnung.

Da viele Mädchen und Jungen erstmalig Busse für die Fahrten zur Schule nutzen, bittet die HCR um Rücksichtnahme auf die „Neueinsteiger“. Beim Ein- und Ausstieg an den Haltestellen ist besondere Vorsicht geboten. Um Unfälle zu vermeiden, sollten die Fahrgäste die Fahrbahn erst überqueren, wenn der Bus wieder abgefahren ist. Autofahrer sollten bremsbereit sein und mit dem plötzlichen Erscheinen von Personen auf der Straße rechnen. Haltestellen in unmittelbarer Nähe von Schulen, die mit einem roten Dreieck gekennzeichnet sind, fahren die Busse mit eingeschalteter Warnblinkanlage an. Die Linienfahrzeuge dürfen an diesen Haltestellen laut Straßenverkehrsordnung erst bei Stillstand und dann auch nur mit Schrittgeschwindigkeit überholt werden. Auch in Gegenrichtung darf an den Bussen nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbei gefahren werden.