Meldung vom 21. August 2020

Ein neues Stadtteilzentrum am Hölkeskampring

Im Rahmen des Stadtumbaus Herne-Mitte ist aus der ehemaligen Hauptschule Hölkeskampring das neue Stadtteilzentrum H2Ö geworden. Unter anderem wird dort das Spielezentrum seine neue Heimat finden.

Am Donnerstag, 20 August, nahmen Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und die neue Hausherrin, Stephanie Jordan als Leiterin des Fachbereichs-Kinder-Jugend-Familie symbolisch zwei Steine von Karla Fürtges, der Leiterin des Fachbereichs Gebäudemanagement entgegen. "Das ist ein Bau mit großem Mehrwert für die Menschen im Quartier", sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Er sprach von einem Meilenstein der Stadtentwicklung.

Das Stadtumbaugebiet Herne-Mitte umfasst das Herner Zentrum und angrenzende Quartiere. Mit der Stadtumbaumaßnahme soll das Gebiet in seiner Funktion als zentraler Versorgungsbereich und als Wohnstandort gestärkt werden.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept sieht ein Paket von Maßnahmen vor, das in einem Zeitraum von mehreren Jahren mit Hilfe von Mitteln der Stadterneuerung umgesetzt wird. Hierzu gehört unter anderem die Umgestaltung von Straßen, Plätzen, Grünflächen und Spielbereichen. Bestandteil dieses Maßnahmenpaketes ist auch die Schaffung einer städtischen Einrichtung für Kinder, Jugend und Familie im Quartier Herne-Mitte.

Mit Aufgabe der Hauptschule am Hölkeskampring im Jahr 2018 ergaben sich die Möglichkeiten, an diesem Standort eine städtische Einrichtung zu schaffen und gleichzeitig eine neue Heimat für das Spielezentrum zu finden.

Gemeinsam mit der bestehenden Grundschule Kolibri sowie der neuen Kita an der Ingeborgstraße entsteht im südlichen Innenstadtbereich ein wichtiger Anziehungspunkt für die Bevölkerung des Quartiers. Die Themen Bildung, Kinder, Familie, Sport und Freizeit werden hier gebündelt und lösen somit nachhaltige Synergieeffekte aus. Die Maßnahme wird über das Förderprogramm „Investitionspakt soziale Integration im Quartier“ mit einer Summe von 4,8 Millionen Euro gefördert (90 Prozent Förderung von Bund und Land, 10 Prozent städtischer Eigenanteil). Aufgrund erheblicher Baupreissteigerungen sowie unerwarteter Schadstofffunde erhöhen sich die Gesamtkosten auf voraussichtlich zirka 6,9 Millionen Euro

Federführend am Standort ist zukünftig der Fachbereich Kinder, Jugend, Familie. Der östliche Gebäudeteil wurde bereits mit städtischen Mitteln und Mitteln der kommunalen Investitionsförderung (KIF) zu einer Mensa für die OGS der angrenzen Grundschule Kolibri umgebaut.

Die neue städtische Einrichtung erhält den Namen „H2Ö Stadtteilzentrum“. Entwickelt wurden Name und Logo mit Bezug auf den Standort Hölkeskampring 2. Der Name hängt am Tag der Schlüsselübergabe zum ersten Mal auf dem Banner am Gebäude. Damit wird ab sofort die bislang sperrige Bezeichnung „Integriertes städtisches Jugendhilfezentrum am Hölkeskampring“, die von den Projektbeteiligten bisher als Arbeitstitel verwendet wurde, Geschichte sein. In der Zukunft soll sich der Name H2Ö ebenso etablieren wie der Name Pluto für das Stadtteilzentrum in Wanne.

Ziel des neuen Stadtteilzentrums ist es, durch koordinierte Dienstleistungen für Kinder, Jugend und Familien unter einem Dach ein interdisziplinäres und stadtteilorientiertes Handeln zu ermöglichen und so einen Mehrwert für die Menschen im Quartier und darüber hinaus zu erreichen.

Die Arbeit und Angebotsstruktur im H2Ö wird auf vier Säulen basieren. Unter dem „gemeinsamen Dach“ gibt es dort zukünftig:

- die „Dienstleistungsstelle Jugendhilfe“,

- eine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung,

- das Spielezentrum sowie

- Mitwirkungsmöglichkeiten für Kooperationspartner und zivilgesellschaftliche Akteure.

Durch die neue Einrichtung werden die Wege zu einigen Dienststellen der Jugendhilfe, die es momentan nur in Wanne gibt, für viele Menschen in Herne-Mitte kürzer. Bestehende Angebote werden für die Menschen sichtbarer, Räume attraktiver und das Angebotsspektrum wird belebt.

So entsteht durch Bündelung von vorhandenen Ressourcen ein inklusives Zentrum der Jugendhilfe mit Angeboten für Menschen jeder Altersgruppe. Dabei stehen insbesondere Familien im Mittelpunkt. Und bei einem Mix aus Freizeit- und Kulturangeboten mit Dienstleistungsangeboten unter einem Dach, wird es an diesem Ort leichter fallen, die Beratungs- und Hilfsangebote der Jugendhilfe bekannter zu machen und für die Menschen Hemmschwellen im Zugang abzubauen. Nicht zuletzt – so die feste Überzeugung der Fachkräfte – werden die Hilfen der Jugendhilfe besser bei den Menschen, die sie brauchen ankommen.

Der Baubeginn erfolgte nach Erhalt des Förderbescheides im Winter 2017 und die Ausschreibung für die Baumaßnahme ab Oktober 2018.

Mittlerweile sind die neuen Raumgefüge und Aufteilungen gemäß dem Nutzungskonzept in die Tat umgesetzt worden. Sämtliche Bereiche des Gebäudes befinden sich in der Ausbauphase. Die technischen Anlagen sind installiert und betriebsfertig.

Alle Gewerke sind beauftragt und arbeiten stetig im Gebäude. Die Arbeiten zu den Außenanlagen starten Ende August. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch der Carport für den „Catan-Bus“ des Spielezentrum als Blickfang, seitlich neben der Terrasse, vor dem H²Ö errichtet.

Sowohl die Inbetriebnahme als die Eröffnung soll im Frühjahr 2021 stattfinden. Dann soll es auch eine Eröffnungsfeier unter Beteiligung des Landes geben.