Meldung vom 01. September 2020

Hochbeete im Jugendzentrum „Der Heisterkamp“

Im Kinder-, Jugend, und Kulturzentrum „Der Heisterkamp“ wachsen Gemüse und Kräuter in Hochbeeten. Die Beete stehen im Außenbereich und wurden im Modellprojekt „Herne als First Mover für mehr Lebensqualität in Wanne-Süd" gebaut. Die Beete entstanden in Zusammenarbeit des Gesundheitsmanagements der Stadt Herne, der Stabsstelle Zukunft der Gesellschaft, des Stadtteilmanagements Wanne-Süd, des Betreuerteams des Heisterkamps und des Kleingärtnervereins Wanne-Süd e.V.

Das Ziel des Projekts „First Mover“ ist es, die Ziele des 2015 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsprävention und Bewegungsförderung auf Quartiersebene umzusetzen. Hierbei dient das Quartier Wanne-Süd als Modell, um mit den Handelnden in Wanne-Süd interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Es sollen Konzepte entwickelt werden, die die Lebensqualität der Menschen im Quartier verbessern. Das Projekt wird vom Landeszentrum Gesundheit NRW gefördert.

Die Konstruktion und die Bepflanzung der Hochbeete fanden Ende August 2020 statt. An insgesamt vier Terminen ist in Kleingruppen an den Hochbeeten gearbeitet worden. Hierbei wurden zwei Gruppen gebildet. Zum einen die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und zum anderen die Jugendlichen über zwölf Jahre.

Unter der fachlichen Anleitung von Michael Schröder, 1. Vorsitzender des Kleingärtnervereins Wanne-Süd e.V., und Rasmus Nell, dem Koordinator des „First-Mover“- Projekts, bauten die Kinder und Jugendlichen mit Unterstützung des Betreuerteams des Heisterkamps die Hochbeete zusammen. Sie befüllten sie schichtweise mit Laubschnitt, Kompost und Hochbeeterde. Dabei lernten sie von Michael Schröder viel Wissenswertes über die Gärtnerei und die Anzucht von Nutzpflanzen. Neben den Kindern hörten auch die Erwachsenen aufmerksam zu, um nützliche Tipps für den eigenen Garten zu bekommen. Die Pflanzen kamen von der Gärtnerei der wewole-Stiftung. Sie wurden von den Kindern und Jugendlichen eingepflanzt. Auf diesem Wege lernten sie dabei auch Gemüsearten wie Mangold oder Grünkohl kennen. Die stehen normalerweise nicht auf dem Speiseplan der Kinder und Jugendlichen. Insbesondere das breite Sortiment an Kräutern machte den Tag zu einem sensorischen Erlebnis.

Das Projekt soll bei den Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Außerdem soll ein gesundes und nahrhaftes Ernährungsverhalten geweckt werden. Die Hochbeet-Aktion wird von mehreren niedrigschwelligen Maßnahmen begleitet, um eine langanhaltende Bewusstseinsveränderung zu erreichen. So sollen die Hochbeete weiterhin von den Kindern und Jugendlichen gepflegt werden. Dazu zählt die Herstellung von Jauche um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Des Weiteren werden die „Früchte der gemeinsamen Arbeit“ geerntet und zusammen zubereitet. Hierbei entsteht ein kreativer Spielraum, um spannende und trendige Rezepte auszuprobieren und so den eigenen Horizont zu erweitern.