Meldung vom 09. September 2020

So funktioniert die Fahrradstraße

Die Stadt Herne hat ein 600 Meter langes Stück der Bochumer Straße zur Fahrradstraße umgewidmet. Im Abschnitt zwischen Holsterhauser Straße / Sodinger Straße und Hölkeskampring / Westring haben Radfahrende jetzt eindeutig Vorrang vor den Autos.

Bei den Anwohnern und Geschäftsleuten hat das zu Verunsicherungen geführt. Baudezernent Karlheinz Friedrichs, Josef Becker, Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr, Sigrid Mertens, Ordnungs- und Außendienste, Thomas Nübel, Straßenverkehrsbehörde und Peter Sternemann, Verkehrsplanung und -technik, erläuterten am Dienstag, 8. September 2020, im Rathaus was auf der Fahrradstraße erlaubt ist und was nicht.

Maßgeschneidert für Radfahrende

Die Fahrradstraße ist durch besondere Regelungen speziell auf die Bedürfnisse des Radverkehrs ausgerichtet: Autos sind auf der Fahrradstraße erlaubt, Radfahrende haben aber absoluten Vorrang. Somit müssen sich Pkw-Fahrende auch der Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen.

Auf Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Autos dürfen auf der Fahrradstraße nur dann fahren, wenn sie durch entsprechende Beschilderung dafür freigegeben ist. Die Bochumer Straße wird in diesem Abschnitt für Linienbusse und für Anlieger (beispielsweise Anwohnende und Besuchende von Anwohnenden oder Kunden der ansässigen Geschäfte) befahrbar bleiben. Das gilt auch für Lieferdienste, Paketboten oder Möbellieferungen.

Absoluter Vorrang

Die Parkplätze an der Bochumer Straße bleiben erhalten.

Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist in Fahrradstraßen ausdrücklich erlaubt. Ein Überholen von Radfahrenden ist auch in Fahrradstraßen nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern gestattet. Radfahrende Kinder unter acht Jahren sowie Inliner- und Skateboard-Fahrende müssen weiterhin den Gehweg nutzen.

Nur die Polizei darf in den fließenden Verkehr eingreifen. Das bedeutet, nur sie darf Autos anhalten und im Falle der Fahrradstraße kontrollieren, ob der Autofahrende hier zu Recht unterwegs ist. Ist das nicht so, wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig.

Fahrradstraße im Blick

Die Verwaltung wird die Fahrradstraße beobachten, um zu sehen, ob alles reibungslos abläuft. Anregungen und Hinweise werden unter Telefon 0 23 23 / 16 - 16 16 entgegengenommen und bei Bedarf umgesetzt.