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Meldung vom 30. September 2020

Kräuterdetektive am Weustenbusch

Ein gesundes Ernährungsverhalten im Kindesalter kann grundlegende Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg eines Kindes haben und die Gesundheitsbiografie und damit verbundenen Lebenschancen maßgeblich mitbestimmen. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Modellprojekts „Herne als First Mover für mehr Lebensqualität in Wanne-Süd“ auch niedrigschwellige Projekte angestoßen, um ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Das Team Gesundheitsförderung der Stadt Herne und das Stadtteilbüro Wanne-Süd haben ein Konzept zur Anlegung eines Upcyling-Kräutergartens entworfen und dieses den Kitas im Quartier vorgestellt.

Auf dem Außengelände der Kindertageseinrichtung „Am Weustenbusch“ gestaltete und erarbeitete daraufhin das pädagogische Team zusammen mit den Kindern das Projekt „Kräuterdetektive Am Weustenbusch – Den Pflanzen auf der Spur!“. Die Leitidee hinter dem Projekt ist es, gemeinsam Fragen hinsichtlich Ernährung und Nachhaltigkeit auf den Grund zu gehen. Hierbei verfolgt das Projekt einen Upcycling-Ansatz. Konkret bedeutet dies, dass das Wiederverwerten und Aufbereiten von nicht mehr genutzten Gegenständen, die augenscheinlich keinen Zweck mehr erfüllen, wichtige Aspekte und die Grundlage des Projekts darstellen. Hierfür haben die Kinder und Erzieher in den vergangenen Wochen gemeinsam alte Konservendosen zusammengetragen. Diese wurden in liebevoller Arbeit mit Farbe bemalt und individuell gestaltet. Im Anschluss wurden die Konservendosen mit den Jungpflanzen (bzw. den Samen) bestückt und in den Gartenzaun eingehängt.

In diesem Zusammenhang diskutierten die Kinder auch, zu welchem Zweck alte Konservendosen noch genutzt werden könnten. Gemeinsam mit den Kindern wurde das Projekt im Morgenkreis besprochen und das Interesse der Kinder erfragt. Die Neugierde und der Bezug zum Thema wurden durch ansprechende Fragen und Beispiele geweckt.

Spezifische Erfahrungsberichte der Kinder eröffneten dabei erste Einblicke in den aktuellen Kenntnisstand und ermöglichten so, das weitere Vorgehen auf die Kinder zuzuschneiden.

In einer Aktionswoche Ende September wurden auf spielerische Art und Weise ernährungspädagogische Lerninhalte und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen vermittelt. So untersuchten beispielsweise die Kinder die Kräuter mit Lupen und lernten so die unterschiedlichen Merkmale der einzelnen Kräuterarten kennen. Mit Hilfe von Bilderbüchern wurde das Wissen weiter vertieft und die gewonnenen Erkenntnisse in selbst gestalteten Plakaten festgehalten. Natürlich darf auch die sinnliche Erfahrung nicht zu kurz kommen. Durch Geschmackstestungen machten die Kinder erste Bekanntschaften mit der geschmacklichen Vielfalt der Welt der Kräuterpflanzen. Die Kinder probierten gemeinsame Kräutersnacks und lernten so die Kräuter als wertvollen Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wertzuschätzen. Darüber hinaus übernehmen die Kinder Gießpatenschaften und entwickeln so ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt.

Details der Meldungen
2017-04-26