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Meldung vom 16. November 2020

Herne entzerrt den Schulbeginn

Als erste Kommune landesweit hat Herne flächendeckend den Unterrichtsbeginn an allen weiterführenden Schulen gestaffelt. Dadurch möchten die Stadtverwaltung und das lokale Nahverkehrsunternehmen der Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (HCR) das morgendliche Gedränge in den Bussen verringern.

Viele Herner Schülerinnen und Schüler fahren mit Bussen zur Schule. Da bislang der Unterricht an den Herner Schulen zur gleichen Zeit begonnen hat, war es in den Bussen häufig voll. Ab Montag, 16. November 2020, beginnt der Unterricht nun zwischen 7.30 Uhr und 8.45 Uhr. Das Fahrplanangebot an Einsatzfahrten wird in diesem Zeitraum deutlich ausgeweitet und die Abfahrzeiten angepasst.

„Normalerweise sind 17 Einsatzbusse zum Schulbeginn unterwegs. Diese Busse fahren nun zwei oder drei Runden. Das kostet etwa 10.000 Euro mehr jeden Monat“, erklärt Karsten Krüger, Geschäftsführer der HCR. „Bisher ist der öffentliche Personennahverkehr kein Infektionsherd. Dazu haben wir viel beigetragen, durch Reinigung, durch Lüften an jeder Haltestelle und dadurch, dass die Klimaanlagen durchgehend laufen. Dennoch geht es um ein subjektives Gefühl.“

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es so reibungslos klappt“, weiß Andreas Merkendorf, Leiter des Fachbereichs Schule und Weiterbildung der Stadt Herne. Seit August haben die Stadt, alle weiterführenden Schulen, die HCR und die Bezirksregierung intensive Gespräche geführt. „Die Klassen 8,9 und 10 haben später Unterricht, dadurch verschiebt sich der Unterricht nach hinten. Auch das Mittagessen wird dann gestaffelt und diese Klassen haben die Möglichkeit bis zu fünf Stunden pro Woche Distanzlernen zu haben. Die Bezirksregierung hat unsere Pläne von Anfang an positiv begleitet und die Zusammenarbeit mit den Schulen und der HCR läuft sehr gut und vertrauensvoll“, betont Merkendorf. Schon am ersten Tag waren die Busse deutlich leerer als bisher und die Rückmeldung der Schulen war sehr positiv.

Auch Krüger betont: „Die Fahrgäste müssen sich daran gewöhnen, eventuell müssen wir an einigen Stellen nachjustieren, aber bisher sind wir sehr zufrieden.“

Bisher hat die HCR zwar zusätzlich zum normalen Linienfahrplan zu Schulbeginn und –ende Einsatzbusse eingesetzt. Dennoch waren diese sehr stark nachgefragt. Die unterschiedlichen Anfangszeiten ermöglichen der HCR - beim Einsatz gleicher Fahrzeugkapazitäten - die Zusatzfahrten mit einem zeitlichen Versatz anzubieten. Die Nachfrage im regulären Linienverkehr und bei den 17 Einsatzwagen der Linien 311, 312, 321, 324, 329, 333, 351, 362 und 391 verteilt sich durch diese Staffelung deutlich besser. Die einzelnen Fahrten stehen in der HCR-App und in der Fahrplanauskunft auf www.hcr-herne.de zum Abruf zur Verfügung. Für Nachfragen sind auch die HCR-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den KundenCentern sowie unter der Schlauen Nummer 0 180 6/50 40 30 (0,20 €/Anruf, mobil max. 0,60 €/Anruf) erreichbar.

Bei den umfangreichen Vorarbeiten sind nicht alle Kundenströme vorhersehbar. Die HCR wird den weiteren Bedarf täglich analysieren und zielgerichtet anpassen. Das heimische Nahverkehrsunternehmen nimmt Hinweise und Kundenresonanzen auch unter kundendialog@hcr-herne.de entgegen.

Details der Meldungen
2017-04-26