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Meldung vom 25. Februar 2021

Krötenwanderung beginnt

Die Temperaturen sind gestiegen und damit machen sich Amphibien auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Damit die Tiere nicht überfahren werden, stellt die Stadt Herne in Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Naturschutz Krötenschutzzäune auf.

Unter anderem an der Berliner Straße und der Hofstraße werden auf mehreren hundert Metern Schutzzäune aufgestellt. An den Zäunen werden die Tiere in Eimern aufgefangen und anschließend von ehrenamtlichen Naturschützern über die Straße getragen. In den vergangenen Jahren konnten auf diese Weise hunderte geschützter Amphibien gerettet werden.

Vor allem die Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Voßnacken, im Gysenberg, der Bereich um das Tierheim an der Hofstraße und der Landschaftspark Pluto V sind Schwerpunkte der Amphibienwanderung in Herne. Erdkröten und Molche machen sich insbesondere am frühen Morgen und abends auf den Weg.

Mit der Aufstellung eines rund 400 Meter langen Zauns an der Hofstraße wurde bereits begonnen. Dort stellt der Fahrzeugverkehr eine große Gefahr für die Amphibien dar. An der Hofstraße und an der Berliner Straße wurden Hinweisschilder angebracht, die auf die Wanderung der Amphibien aufmerksam machen. Die Untere Naturschutzbehörde bei der Stadt Herne bittet alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme und die Besucher des Forsthauses und des Gysenberger Waldes um Verständnis für die Sperrung in den Abendstunden. Durch diese Schutzmaßnahmen kommt die Stadt Herne den europäischen Vorgaben zum Schutz gefährdeter Amphibienarten nach.

Naturschutzgebiet Voßnacken

Die ehemals größten Amphibienvorkommen in Herne befanden sich im Naturschutzgebiet Voßnacken. Dem seit Jahren zu verzeichnenden Rückgang der Populationen wurde bereits durch verschiedenste Maßnahmen entgegengesteuert. Eine dieser Maßnahmen ist ein festes Leitsystem über 300 Meter, durch die die wandernden Amphibien entlang der Straße gefahrlos zu ihren Laichgewässern geführt werden. Ehrenamtliche Naturschützer befreien das Leitsystem von Unrat, Ästen und Laub.

Gysenberg im Bereich der Forsthausgastronomie

Wie jedes Jahr wird auch hier während dieser Zeit die Zufahrt zu den vorderen neuen Parkplätzen und dem Wendehammer am Forsthaus Gysenberg ab 18 Uhr bis in die Morgenstunden durch eine Schranke gesperrt. Dort abgestellte Fahrzeuge sollten daher spätestens bis 18 Uhr aus diesem Bereich entfernt werden. Der Betreiber des Forsthauses weist mit einer besonderen Beschilderung auf die Sperrung hin. Wer sich für den Artenschutz engagieren und die Stadt und den ehrenamtlichen Naturschutz bei diesen Projekten unterstützen möchte oder weitergehende Fragen hat, kann sich gern mit dem Fachbereich Stadtgrün in Verbindung setzen unter Telefon 02323/ 16 23 63.

Details der Meldungen
2017-04-26