Homepage / Meldungen
Meldung vom 19. Mai 2021

Institut für Zukunftsforschung geplant

Für die Entwicklung einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft müssen Innovationen und technologische Fortschritte entwickelt und in die Umsetzung gebracht werden. Genau das soll schon bald in Herne passieren. Hierfür will SolarBioproducts Ruhr den Grundstein für ein biotechnologisches Kompetenzzentrum für Zukunftsforschung in Herne legen.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sprach während der Pressekonferenz im Herner Rathaus von faszinierende Perspektiven für unsere Stadt. Nicht ohne Grund erinnerte er an die Leitmotive „Urban, Digital, International.“ „Hier haben wir ein exzellentes Beispiel dafür, Strahlkraft ins Ruhgebiet holen können“, freute sich Dr. Dudda auf das Engagement des Forscherverbundes um Projektleiterin Dr. Christina Marx.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Proteine, Mikroorganismen und Algen. SolarBioproducts Ruhr bezeichnet sie als „kleine Helden“ der Bioökonomie. Schwerpunkt ist unter anderem die Anwendung von Biokatalysatoren zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und dessen Nutzung in Biobrennstoffzellen. „In dem Institut für Zukunftsforschung soll es darum gehen, neuartige biologische Produkte zu entwickeln“, erklärte Professor Dr. Thomas Happe und fügte hinzu: „Es geht darum, wie wir diese Grundlagenforschung, die wir an der Ruhr-Universität Bochum etabliert haben, in die Anwendung bringen. Genau dabei soll uns das Institut helfen.“

Insgesamt vier Forschungsbereiche der Ruhr-Universität Bochum um Leiter Dr. Happe (Photobiotechnologie), Privatdozentin Anja Hemschemeier (Biotechnologische Nutzung von Mikroalgen), Prof. Dr. Marc Nowaczyk (Molekulare Mechanismen der Photosynthese) und Prof. Dr. Dirk Tischler (Mikrobielle Biotechnologie) vernetzen ihre angewandten Forschungsaktivitäten unter dem Dach von SolarBioproducts Ruhr.

Gefördert werden soll das Institut aus Mitteln des Fünf-Standorte-Programms. Um den vom Kohleausstieg betroffen Kommunen neue Perspektiven zu eröffnen, will die Bundesregierung die fünf Standorte von Steinkohlekraftwerken unterstützen. Neben Herne sind dies Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm der Kreis Unna. Mit dem Forschungszentrum Nachbergbau, dem Excellence Department und dem Urban Art Center Ruhr erinnerte der Oberbürgermeister bereits an drei Großprojekte, die beim Fünf-Standorte-Programms eine zentrale Rolle spielen sollen. Mit SolarBioproducts Ruhr und dem Institut für Zukunftsforschung rund um das Thema Wasserstoff soll hier ein weiteres wichtiges Zeichen gesetzt werden, um den nachhaltigen Umbau der Kohleindustrie voranzutreiben und langfristig innovative Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Nicht ohne Grund heißt es bei SolarBioproducts Ruhr: Mit dem Institut würde nicht nur die Forschung und die Entwicklung gestärkt werden, sondern auch die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs.

Details der Meldungen
2017-04-26