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Meldung vom 02. Juli 2021

Streuobstwiese Holper Heide ist neu gestaltet

Die Streuobstwiese Holper Heide ist ein Stück Natur direkt am Rhein-Herne-Kanal. In den vergangenen Monaten hat die Stadt Herne sie neu gestalten lassen. Lag die Wiese bisher versteckt hinter Gebüsch und einem Zaun, ist sie nun für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich.

„Das ist eine faszinierende Chance: obwohl Herne schon dicht bebaut ist, schaffen wir neue grüne Wegeverbindungen. Wir planen den Brückenschlag über die Emscher nach Recklinghausen. Mit der Holper Heide holen wir Räume zurück ins Bewusstsein, die lange nicht von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wurden und schaffen Möglichkeiten diese Räume zu erleben“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Er ist sich sicher: „Das ist gut investiertes Geld in die Lebensqualität unserer Stadt.“

Eine Obstbaumallee verbindet Baukau und den Kanal

Wege wurden gebaut, neue Obstbäume gepflanzt, Bänke aufgestellt. Jetzt führt ein Weg für Fahrräder und Fußgänger durch die Holper Heide und verbindet damit Baukau und das Feldherrenviertel mit dem Kanal. Eine Rampe und eine Treppe führen von der Holper Heide zum Weg am Kanal hinauf. Und eine Obstbaumallee, die die Nordstraße mit dem Kanal verbindet, wird gepflanzt.
Für das gesamte Projekt hat die Bezirksregierung Arnsberg einen sechsstelligen Betrag beigesteuert und dadurch die Neugestaltung erst möglich gemacht. Emscherland 2020 heißt das Projekt, zu dem unter anderem die Holper Heide gehört. „Das Förderprogramm Grüne Infrastruktur stellt Mittel für solche Projekte zur Verfügung. Uns war ganz wichtig, dass das Projekt eingebettet werden konnte und die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet sowie die Wewole-Stiftung einbezogen werden.“

Bildungsort für junge Menschen

„Die Holper Heide soll auch ein Bildungsort für Kinder und Jugendliche sein, um sie an die Natur heranzuführen“, so Heinz-Jürgen Kuhl, Fachbereichsleiter Stadtgrün. Dafür bietet das Landschaftsschutzgebiet jetzt Platz, um sich zu treffen und gemeinsam die Umwelt zu erkunden. In drei Staudenbeeten wachsen Pflanzen auf unterschiedlichen Böden. Was sie unterscheidet, erklären die neuen Informationstafeln, die demnächst kommen. Der Container, ein paar Meter weiter bietet Platz für Materialien, die für Umweltprojekte gebraucht werden. Bald sollen ihn Graffitikünstler und junge Menschen von der Jugendkunstschule mit ihren Kunstwerken verschönern.

Neue Verstecke für Wildtiere

Nicht nur die Menschen haben etwas von der Umgestaltung der Holper Heide. Auch für Tiere gibt es neue Nistmöglichkeiten. Ein Steinhaufen bietet einen ruhigen Platz für Eidechsen. In einem Haufen Totholz können kleine Tiere und Insekten unterschlüpfen. Und nach und nach sollen bei Aktionen mit Familien oder Gruppen weitere Nisthilfen aufgehängt werden.
Überhaupt soll die Streuobstwiese auf ihrem zentralen Platz zukünftig Gelegenheit für verschiedene Aktionen bieten. Eltern-Kind-Veranstaltungen sind dort genauso möglich wie Ausflüge von Kitas oder Erwachsenen. Sie können unter anderem Bienen auf den Wildblumenstreifen beobachten, die neu eingesät wurden, um die Artenvielfalt zu fördern. Bis alle neu gesäten Pflanzen gewachsen sind und die vielen Biotope von Tieren bewohnt werden, braucht es noch ein wenig Zeit. Zeit, in der man gut immer wieder zur Holper Heide radeln kann, um ein wenig auf der Bank zu sitzen und zu beobachten, was sich seit dem letzten Besuch verändert hat.

  • Wildblumen wachsen an der Holper Heide. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
  • Rundgang über das neu gestaltete Gelände. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
Details der Meldungen
2017-04-26