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Meldung vom 14. Juli 2021

Es geht in die Umsetzungsphase

Die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen, drei große Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Region, festigen ihre Kooperation als Hochschulallianz und eröffnen ihre gemeinsame Geschäftsstelle in Herne.

Die neuen Büroräume im geografischen Schnittpunkt der drei Hochschulregionen dienen als Dreh- und Angelpunkt der Zusammenarbeit sowie als Startschuss für das durch die Stiftung Mercator geförderte Kooperationsprojekt „Hochschulallianz ruhrvalley“. So soll die strategische Koordination der gemeinsamen Initiativen gestärkt und gefördert, der Bekanntheitsgrad der Hochschulpartnerschaft gesteigert sowie der Strukturwandel durch Wissenschaft und Wirtschaft für die Menschen in der Region sichtbar gemacht werden.

Die zentral gelegenen Räume geben zudem örtlichen Unternehmen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Kooperationspartner zu finden. Außerdem dienen die fast 480 Quadratmeter Fläche als dynamischer „Working Space“, als Austauschplattform und Ideenschmiede.

Drei Hochschulen bündeln ihre Kompetenz

Was motivierte die Leiter der Hochschulen zur Einrichtung der Geschäftsstelle? Die Zusammenarbeit hat, erläutert der Bochumer Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock, eine lange Historie – angefangen 2005/06 mit Forschung im Bereich Energie über die Gründung der Ruhr Master School bis hin – seit fünf Jahren – zum gemeinsamen FH Impuls-Projekt, das den Namen „ruhrvalley“ bekannt gemacht hat. So entstand die Überlegung, mehr zu tun und –ähnlich wie die Universitäten der Region mit der Universitätsallianz – die Kooperation auszuweiten. „Um so mit der Kompetenz und der langjährigen Erfahrung des Dreierverbunds noch mehr zu bewirken“, ergänzt Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund. Und das ist auch ein Motiv, aus dem heraus die Stiftung Mercator die Allianz unterstützt. „Wettbewerb ist in der Wissenschaft konstitutiv“, erläutert Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung. „Aber es ist auch notwendig, Kooperationen zu unterstützen.“ Es gehe am Ende darum, das Beste für die Ruhrregion zu erreichen.

Idee ist dabei unter anderem, für alle drei Hochschulen wichtige Arbeitsfelder, die „Synergiecluster“ Forschungsförderung, Internationalisierung und Wissenschaftliche Weiterbildung für die Region in Federführung jeweils einer der Hochschulen gemeinsam voranzutreiben. Dass die koordinierende Geschäftsstelle nicht am Campus einer der Hochschulen sitzt, sondern relativ nah an allen drei Standorten in Herne, nennt Prof, Dr. Bernd Kriegesmann, der Präsident der Westfälischen Hochschule, eine „kluge Entscheidung“, nicht zuletzt, weil die Stadt Herne bereit ist, die Hochschulallianz zu unterstützen. So erhofft sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda einen Entwicklungsschub für seine Stadt, „weil es Impulse in Zukunftsthemen geben wird.“

„ruhrvalley“ stellt sich im Film vor

Erste Eindrücke der „Hochschulallianz ruhrvalley“ bietet ein 10-minütiger Kurzfilm. Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag, 15. Juli 2021, um 14 Uhr, live auf Youtube statt. Er bildet das Herzstück der virtuellen Eröffnungsaktivitäten: Mittels einer Reise durch das Ruhrgebiet werden die Entstehungsgeschichte und Bedeutung der gemeinsamen Geschäftsstelle für die Region beleuchtet. ( https://www.youtube.com/playlist?list=PLprRo7wmOAiCwVxtE1PZuBUdjZqGn3hhm )

Was ist die „Hochschulallianz ruhrvalley“?

Die „Hochschulallianz ruhrvalley“ ist ein Verbundprojekt der Hochschule Bochum, Fachhochschule Dortmund und Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Der seit 2020 bestehende Verbund dient der Professionalisierung sowie der institutionellen Verankerung der Partnerschaft und darüber hinaus der Analyse, Entwicklung und Nutzung von Synergien in den Handlungsfeldern. Diese strukturellen und unterstützenden Aktivitäten werden durch die in Essen ansässige Stiftung Mercator mit 5,6 Millionen Euro finanziert.

Die Stiftung Mercator

Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung. Sie tritt mit den von ihr geförderten Projekten und stiftungseigenen Aktivitäten für eine Gesellschaft ein, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet.

Bereits seit 1995 setzt sich die Stiftung Mercator dafür ein, die gesellschaftlichen Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben von Menschen zu schaffen, die sich im Hinblick auf ihre Herkunft, ihre Überzeugungen und ihre soziale Lage unterscheiden.

Aus diesem Grund fördert die Stiftung Mercator die Teilhabe von benachteiligten Menschen und tritt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Sie unterstützt darüber hinaus die Verständigung und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und macht sich stark für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in einem geeinten Europa.

Die Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung zu den von ihr verfolgten Zielen zum Wohle aller. In einem neuen thematischen Schwerpunkt beleuchtet die Stiftung die Auswirkungen der Digitalisierung auf Demokratie und Gesellschaft. Die Stiftung Mercator will die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und unterstützt Projekte, die Wege hin zur Klimaneutralität aufzeigen. Die Stiftung Mercator engagiert sich in Deutschland, Europa und weltweit. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verbunden.

Details der Meldungen
2017-04-26